ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

Vorbilder fahren mit Helm!

Für Radprofis ist der Helm schon lange Pflicht. Marcel Wüst verdankt ihm sein Leben, denn der Ex-Radprofi stürzte bei einem Rennen und verletzte sich schwer. Auch heute steigt er nie ohne Kopfschutz aufs Rad - selbst wenn er nur wenige hundert Meter zum Bäcker radelt.

Wenn Marcel Wüst mit seiner Familie auf Radtour geht - zum Beispiel, um auf einem Bauernhof in der Region frischen Spargel zu kaufen - hat jeder seinen Schutzengel dabei: Marcel, seine Frau Heike und die Söhne Alex (11) und Oliver (4) tragen selbstverständlich Fahrradhelme. „Meine Söhne würden mit mir schimpfen, wenn ich mal ohne Helm unterwegs wäre“, erzählt der 43-Jährige. Der gebürtige Kölner verdankt sein Leben einem Fahrradhelm und würde nie vergessen, den Kopfschutz aufzusetzen.

Am 11. August 2000 stürzte er bei einem Radrennen in Frankreich. Sein Helm zerschellte dabei wie eine Eierschale. Der Radprofi erlitt mehrere Knochen- und Schädelbrüche und büßte bei dem Unfall sein rechtes Auge ein. „Ich wage nicht, mir vorzustellen, was passiert wäre, wenn ich keinen Helm aufgehabt hätte“, sagt er heute. Und doch gibt es Fälle, die zeigen, was hätte passieren können: Erst im Januar stürzte der Radprofi Matthias Kessler bei einer Trainingsfahrt auf Mallorca - ohne Helm. „Es war kein Auto weit und breit. Matthias beherrschte sein Rad in- und auswendig. Trotzdem sind auch Profis vor Überraschungen nicht gefeit“, sagt Marcel Wüst. Nach einer schweren Schädelhirnverletzung sitzt Kessler nun im Rollstuhl und ist ein Pflegefall. „Ich hoffe, das ist das letzte Beispiel, das wir brauchen, damit wirklich jeder einen Helm aufsetzt. Man hat nur einen Kopf, und den sollte man schützen!“

Aktion für mehr Sicherheit

Das gilt vor allen Dingen im Straßenverkehr. Deshalb engagiert sich Marcel Wüst bei der Aktion „Mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen“, einer Initiative der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. Die Stiftung ruft alle Radfahrer - egal ob klein oder groß - dazu auf, Helme zu tragen und für eine ausreichende Beleuchtung des Rads zu sorgen. Dazu Marcel Wüst: „Nahezu jeder Autofahrer kennt diese Situation: Ein schlecht oder oft auch gar nicht beleuchteter Radfahrer am Straßenrand ist kaum zu sehen. Der neue Fahrradhelm von Roadlux, der den höchsten Punkt der Radler beleuchtet, vermeidet folgenschwere Unfälle. Das Fazit liegt auf der Hand - Mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen!“

Marcel Wüst liegen dabei vor allem Erwachsene am Herzen. „Ich sehe viele Kinder, die mit Helm radeln, aber die Eltern fahren ohne Kopfschutz hinterher. Das ist unverantwortlich: Vorbilder fahren mit Helm!“ Dabei gebe es keine Ausreden mehr, auf den Kopfschutz zu verzichten: „Moderne Helme sind extrem leicht, aerodynamisch geformt, sehen cool aus und es gibt sie in poppigen Farben. Und wenn Frauen jammern, sie haben Angst um ihre Frisur, kann ich nur sagen: Nach einer Schädelhirnverletzung hat man auf der Intensivstation erst einmal gar keine Frisur mehr!“

Helme sind cool
Marcel Wüst glaubt, dass der neue Roadlux-Helm durch seine Beleuchtung nicht nur ein Plus an Sicherheit in Dämmerung und Dunkelheit bietet. „Ich bin überzeugt, dass die technische Innovation dieses neuen Fahrradhelms dazu beiträgt, dass besonders Kinder und Jugendliche verstärkt mit diesem ‚coolen’ Helm fahren.“ Der leidenschaftliche Radfahrer sieht auch die Politik in der Verantwortung, für mehr Sicherheit für Radfahrer zu sorgen, denn die gesunde und umweltfreundliche Fortbewegung liege im Trend. „Ich wünsche mir zum einen eine Helmpflicht, denn das freiwillige Anschnallen beim Autofahren hat auch nicht geklappt - erst, als der Gurt Pflicht wurde. Manchmal muss man die Menschen halt zu ihrem Glück zwingen. Zum anderen wünsche ich mir den schnelleren Ausbau von Radwegen, denn der Radfahrer hat keine Knautschzone. Womit wir wieder beim Thema Helm wären!“


Zur Person: Marcel Wüst, geboren am 6. August 1967 in Köln, träumte schon als Kind davon, Radrennen zu fahren. Zwölf Jahre trat er als Radprofi für unterschiedliche Rennställe in die Pedale. Insgesamt fuhr er 110 Siege als Radprofi ein, bevor ein Sturz seiner Karriere ein jähres Ende bereitete.

Heute arbeitet Marcel Wüst als freier Journalist, Berater für Unternehmen und TV-Radsportexperte. 2004 erschien seine Autobiografie „Sprinterjahre“. Er lebt mit seiner Frau Heike und seinen zwei Söhnen in Frechen.
www.marcelwuest.com


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