Wer mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, riskiert einen Unfall. Die Folgen unüberlegten Handelns beim Transport im Betrieb, auf dem Arbeits- oder Schulweg können verheerend sein. Mit einer neuen Kampagne will die gesetzliche Unfallversicherung daher die Verantwortung der Menschen für sich und andere stärken. Gemeinsam mit ihren Partnern, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und den Bundesländern hat sie die Präventionskampagne „Risiko raus!“ ins Leben gerufen. Die Kampagne startete 2010 und lief zwei Jahre.
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung ist Partner der „Risiko raus“-Kampagne. Die Aufklärung über Unfallursachen und Maßnahmen zur Vermeidung von Schädelhirnverletzungen ist eine zentrale Aufgabe der Stiftung. Bei Unfällen am Arbeitsplatz und auf dem Weg zur Schule, Uni oder Arbeit erleiden pro Jahr etwa 48.000 Menschen eine schwere Kopfverletzung. Sie bedürfen medizinischer Versorgung, die nicht selten auf Lebenszeit erforderlich ist.
Knapp 230.000 Arbeitsunfälle jährlich verzeichnen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung - Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und landwirtschaftliche Sozialversicherung - beim innerbetrieblichen Transport. Rund 150 davon enden tödlich. Hinzu kommen 23.000 Arbeits- und Dienstwegeunfälle im Straßenverkehr mit rund 170 Toten. Jährlich werden den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung rund 175.000 Wege- und Schulwegunfälle im Straßenverkehr gemeldet. Über 500 Versicherte verloren 2008 bei einem dieser Unfälle ihr Leben.
Diese Unfälle sind häufig tragische Folgen von Leichtsinn, Zeitdruck und Selbstüberschätzung oder auch Routine. Für die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und ihre Partner steht fest: Das Bewusstsein für die Risiken beim Fahren und Transportieren muss gefördert und das gegenseitige Verantwortungsgefühl gestärkt werden.
Informationen zur Kampagne unter www.risiko-raus.de