ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

Wirksamer Kopfschutz

Bei mehr als 80 Prozent der schweren Unfälle erleiden Radfahrer Kopfverletzungen. Deshalb sollte jeder Radfahrer stets einen Helm tragen - auf langen und auf kurzen Strecken, beim Sport, in der Freizeit und auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule.

Der Helm schützt den Kopf, indem er bei einem Sturz die Wucht des Aufpralls abfängt und so verhindert, dass die gesamte Aufprallenergie auf die Schädeldecke übertragen wird.

Achten Sie beim Helmkauf auf folgende Punkte:
- Der Helm muss passen - er darf nicht wackeln, aber auch nicht drücken.
- Er muss Stirn, Hinterkopf und Schläfen abdecken und über ausreichend Lüftungsschlitze verfügen.
- Der Kinnriemen muss fest, aber nicht unbequem sitzen. Die Ohren müssen frei sein.
- Der Helm sollte die Sicherheitszeichen „CE“ und „EN 1078“ aufweisen.

Ein Helm muss vor dem Kauf immer anprobiert werden. Mit Justierungsgurten, Polstern und Anpassungssystemen kann er auf Größe und Form des Kopfes eingestellt werden. Das ist lebenswichtig, denn: Nur wenn der Helm richtig sitzt, kann er den Kopf auch richtig schützen.

Ob ein Helm die gültigen Sicherheitsstandards erfüllt, erkennen Sie am CE-Zeichen und dem Normhinweis EN 1078. Damit ist sichergestellt, dass der Helm gefährdete Kopfpartien schützt, der Kinnriemen den Sicherheitsanforderungen entspricht, und er einen Aufschlag aus 1 m Höhe übersteht. Wenn er darüber hinaus auch das GS-Zeichen (steht für geprüfte Sicherheit) trägt, überprüft der TÜV die Qualität der Produktion.

Auch das Aussehen des Helmes ist wichtig. Wer seinen Helm mag, trägt ihn auch gern. Wählen Sie deshalb einen Helm, der Ihnen gefällt. Besonders bei Kindern ist dies wichtig, damit sie stolz sind auf den „Kopfschmuck“. Und wenn der Helm mal schmutzig wird, reicht ein feuchtes Tuch - keine chemischen Mittel! - zum Reinigen.

Optimale Schutzwirkung kann der Helm nur gewährleisten, wenn er unbeschädigt ist. Unachtsames auf den Boden Werfen oder häufiges Anstoßen können zu Beschädigungen führen. Auch extreme Sonnenbestrahlung und Hitze schaden dem Material. Kontrollieren Sie deshalb den Helm regelmäßig auf Risse und sich lösende Teile. Nach etwa fünf Jahren sollte ein Helm ausgetauscht werden, auch wenn er keine Beschädigungen aufweist.
Achtung: Nach einem Unfall muss der Helm auf jeden Fall sofort ersetzt werden.

Schützen Sie Ihren Kopf - Sie haben nur einen!



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