ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

Satzung der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems

§ 1 Stifter, Rechtsform, Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Die Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung des Vereins KURATORIUM ZNS.
  2. Die Stiftung führt den Namen: ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems und als Kurzform den Namen: ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
  3. Der Sitz der Stiftung ist Bonn.
  4. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

§ 2 Stiftungszweck

  1. Zweck der Stiftung ist die Förderung und Unterstützung von Maßnahmen der Unfallverhütung, der Behandlung und Rehabilitation sowie der Betreuung und Nachsorge von verletzten Menschen mit Schäden des Zentralen Nervensystems und der diesen Zielen dienenden Forschung.


  2. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch

    • Förderung der personellen, räumlichen und apparativen Ausstattung in Rehabilitationseinrichtungen
    • Förderung geeigneter Forschungsprojekte zur Verbesserung der Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Reintegration nach Schädelhirnverletzungen
    • Verleihung eines Förderpreises
    • Information und Aufklärung über Schädelhirnverletzungen und deren Folgen sowie über Möglichkeiten der Unfallverhütung und der Prävention
    • Eintreten in der Öffentlichkeit für die Belange der verletzten Menschen mit Schäden des Zentralen Nervensystems, ihre Rehabilitation und Reintegration
    • Förderung und Organisation von Informationsveranstaltungen und Fortbildungsmaßnahmen über Unfallverhütung sowie Behandlung und Rehabilitation hirnverletzter Menschen
    • Förderung der Selbsthilfe hirnverletzter Menschen und ihres sozialen Umfeldes
    • Auskunft, Beratung und Hilfestellung in Fragen der Rehabilitation und Reintegration

  3. Zum Zweck der Stiftung gehört die Mittelbeschaffung für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen Körperschaft zur Versorgung von Schädelhirnverletzten oder für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke zur Versorgung von Schädelhirnverletzten durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige wissenschaftliche und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

  2. Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Forschungsergebnisse werden der Öffentlichkeit durch geeignete Maßnahmen zugänglich gemacht.

§ 4 Stiftungsvermögen

  1. Das Stiftungsvermögen beruht auf dem Stiftungsgeschäft.

  2. Das Stiftungsvermögen ist in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten.

  3. Die Stiftung darf von dritter Seite Zustiftungen und Spenden entgegennehmen, soweit nicht dadurch ihre steuerliche Begünstigung beeinträchtigt wird. Die Stiftung beabsichtigt, in der Öffentlichkeit um Zustiftungen und Spenden zu werben.

  4. Ob eine Zuwendung unter Lebenden oder von Todes wegen Zustiftung oder Spende ist, richtet sich nach der von dem Zuwendenden getroffenen Bestimmung. Eine ohne solche Bestimmung gemachte Zuwendung kann als Zustiftung verwendet werden, soweit die Vorschriften des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts nicht entgegenstehen. Zuwendungen anlässlich von Sammelkampagnen sind als Zustiftung zu verwenden, wenn und soweit nach außen hin deutlich gemacht worden war, dass sie der Vermögensausstattung dienen sollten.

  5. Die Vermögensverwaltung erfolgt durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft nach Maßgabe eines schriftlichen Geschäftsbesorgungsvertrages zu pauschalierten Kosten

§ 5 Mittelverwendung

  1. Die Stiftung erfüllt ihren Zweck aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und den Zuwendungen Dritter, soweit diese nicht Zustiftungen sind.
  2. Die Stiftung darf zweckgebundene Rücklagen bilden, soweit dies erforderlich ist, um ihren steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zweck nachhaltig erfüllen zu können. Die Stiftung darf auch eine freie Rücklage bilden, soweit die Vorschriften des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts dies zulassen.
  3. Den durch die Stiftung Begünstigten steht aufgrund dieser Satzung ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung nicht zu

§ 6 Organe

Organe der Stiftung sind

  • das Kuratorium
  • der Vorstand

§ 7 Kuratorium

  1. Das Kuratorium besteht aus bis zu 20 Mitgliedern. Dem Kuratorium gehören Personen an, die durch das Stiftungsgeschäft oder in der Folgezeit durch Beschluss mit Zweidrittelmehrheit der im Zeitpunkt der Beschlussfassung dem Kuratorium angehörenden Mitglieder, im Einvernehmen mit dem Stiftungsvorstand, berufen werden. Dem Kuratorium sollen nur Personen angehören, die bereit und geeignet erscheinen, wirkungsvoll für den Stiftungszweck zu arbeiten.
  2. Nicht nach Stiftungsgeschäft dem Kuratorium angehörende Mitglieder werden für eine Amtszeit von 5 Jahren berufen. Wiederberufung ist zulässig. Die Personen sollen im Zeitpunkt der Berufung oder Wiederberufung nicht älter als 68 Jahre sein.
  3. Jedes Mitglied des Kuratoriums kann auf Antrag von einem Viertel der anderen Kuratoriumsmitglieder durch Beschluss mit Dreiviertelmehrheit der anderen Kuratoriumsmitglieder aus wichtigem Grund vorzeitig abberufen werden.
  4. Das Kuratorium tritt wenigstens zweimal im Jahr zusammen. Den Vorsitz führt die Präsidentin/der Präsident, im Vertretungsfalle ein Vizepräsident.
  5. Mitglieder des Vorstandes gehören nicht dem Kuratorium an

§ 8 Aufgaben des Kuratoriums

Das Kuratorium berät den Vorstand in allen wichtigen Angelegenheiten der Stiftung.
Es hat gegenüber dem Vorstand ein umfassendes Informationsrecht.

Das Kuratorium hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Berufung und Abberufung der Präsidentin/des Präsidenten und eines oder mehrerer Vizepräsidenten
  • Bestellung und Abberufung der vom Kuratorium bestimmten Vorstandsmitglieder
  • Entgegennahme der Jahresrechnung
  • Entlastung des Vorstandes

Das Kuratorium kann ein Vorstandsmitglied vorzeitig abberufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei grober Pflichtverletzung oder wenn das Vorstandsmitglied voraussichtlich nicht nur vorübergehend ganz oder überwiegend zur Wahrnehmung seiner Rechte und Erfüllung seiner Pflichten als Vorstandsmitglied außerstande ist.

Das Kuratorium gibt sich eine Geschäftsordnung.


§ 9 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und ein bis drei weiteren Mitgliedern, von denen eines Arzt mit Kenntnissen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Neurowissenschaften entsprechend dem Zweck der Stiftung sein muss. Ein Mitglied des Vorstandes wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft benannt. Die weiteren Vorstandsmitglieder werden durch das Stiftungsgeschäft und in der Folgezeit durch Beschluss des Kuratoriums bestellt.
  2. Die Amtszeit des Vorstandes beträgt drei Jahre. Die Vorstandsmitglieder bleiben jeweils bis zur Bestellung des Nachfolgers im Amt. Wiederholte Bestellung ist zulässig. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes ist für die restliche Dauer der Amtszeit ein Nachfolger zu bestellen. Scheidet der Vorsitzende vorzeitig aus, kann an seiner Stelle ein anderes Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden bestellt werden. Für dieses andere Vorstandsmitglied ist dann zugleich ein Nachfolger zu bestellen. Entsprechendes gilt bei vorzeitigem Ausscheiden des stellvertretenden Vorsitzenden

§ 10 Aufgaben/Vertretungsbefugnis des Vorstandes

  1. Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Je zwei Vorstandsmitglieder, darunter der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende, sind gemeinschaftlich zur Vertretung befugt.
  2. Der Vorstand bestimmt im Rahmen des Stiftungszwecks die Tätigkeit der Stiftung. Der Vorstand hat im Rahmen dieser Satzung den Willen der Stiftungsinitiatorin, Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl, so wirksam wie möglich zu erfüllen.
  3. Der Vorstand beruft die Geschäftsführung und regelt deren Zuständigkeitsbereich.
  4. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die die Zuständigkeiten und Obliegenheiten der Vorstandsmitglieder und des Geschäftsführers regelt

§ 11 Präsidentin/Präsident

  1. Die Präsidentin/Der Präsident wird vom Kuratorium im Einvernehmen mit dem Stiftungsvorstand für die Dauer von fünf Jahren berufen. Wiederberufung ist möglich. Die Präsidentin/Der Präsident kann nur aus wichtigem Grunde abberufen werden.
  2. Die Präsidentin/Der Präsident bleibt nach Ablauf der Amtszeit bis zum Antritt einer Nachfolgerin/eines Nachfolgers im Amt. Bei vorzeitigem Ausscheiden ist unverzüglich eine Nachfolgerin/ein Nachfolger zu berufen.
  3. Die Präsidentin/Der Präsident ist Vertreterin/Vertreter und Sprecherin/Sprecher der Stiftung in der Öffentlichkeit. Sie/Er repräsentiert die Stiftung und unterstützt deren Öffentlichkeitsarbeit. Sie/Er ist Mitglied des Kuratoriums und hat das Recht auf Teilnahme an den Sitzungen des Vorstandes

§ 12 Ehrenpräsident/Ehrenvorsitzender

Einer dazu ausersehenen Persönlichkeit kann das Kuratorium den Titel eines Ehrenpräsidenten der Stiftung oder den Titel eines Ehrenvorsitzenden der Stiftung antragen.


§ 13 Beirat / begleitende Gremien

  1. Der Beirat erörtert Maßnahmen der Hilfe für Opfer von Unfällen mit Schädigungen des Zentralen Nervensystems, gibt Anregungen und bewertet Erfahrungen. Seine Arbeitsweise wird in der Geschäftsordnung des Kuratoriums geregelt.
  2. In den Beirat soll ein Kreis von Ärzten, Vertretern der Sozialversicherungsträger und Wohlfahrtsverbände sowie von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Wirtschaft und der Medien berufen werden, die sich dem Stiftungszweck verbunden fühlen.
  3. Die Mitglieder des Beirats werden von der Präsidentin/dem Präsidenten im Einvernehmen mit dem Vorstand jeweils auf die Dauer von vier Jahren berufen

§ 14 Beschlüsse und Niederschriften
  1. Das Kuratorium ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel seiner Mitglieder anwesend sind.
  2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind.
  3. Beschlüsse des Kuratoriums und des Vorstandes werden mit Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst, ausgenommen Beschlüsse nach § 17.
  4. Beschlüsse des Kuratoriums und des Vorstandes können auch schriftlich gefasst werden, wenn alle Mitglieder zustimmen, ausgenommen Beschlüsse nach § 17.
  5. Über die Sitzungen des Kuratoriums, des Vorstandes und des Beirates sind Niederschriften anzufertigen

§ 15 Ehrenamtlichkeit, Haftung, Auslagenerstattung

Die Mitglieder des Kuratoriums und die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie haften der Stiftung nur für Schäden, die sie vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachen. Die bei der Tätigkeit für die Stiftung entstandenen notwendigen Auslagen können erstattet werden.


§ 16 Geschäftsführer
  1. Der Geschäftsführer führt die laufenden Geschäfte der Stiftung im Auftrag des Vorstandes nach Maßgabe der Gesetze, dieser Satzung und der Beschlüsse des Vorstandes. Der Geschäftsführer leitet die Geschäftsstelle.
  2. Der Geschäftsführer bereitet die Sitzungen des Kuratoriums, des Vorstandes und des Beirates vor und hat das Recht auf Teilnahme an den Sitzungen. Er unterstützt den Vorstand bei dessen Aufgabenerfüllung. Er ist dem Vorstand für die Durchführung der Beschlüsse des Vorstandes verantwortlich.
  3. Der Vorstand kann dem Geschäftsführer in geeignetem Umfang eigene Befugnisse übertragen und Vollmachten erteilen. Im Einvernehmen mit dem Geschäftsführer kann der Vorstand auch einem stellvertretenden Geschäftsführer Befugnisse übertragen und Vollmachten erteilen

§ 17 Änderung der Stiftungssatzung

  1. Der Vorstand kann mit einer Mehrheit von drei Vierteln seiner Mitglieder die Satzung ändern, wenn dieses aufgrund einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse notwendig wird. Der Beschluss bedarf der Zustimmung von drei Vierteln der Mitglieder des Kuratoriums.
  2. Beschlüsse über die Änderung des Stiftungszwecks (§ 2), der Vermögensverwaltung (§ 4 Abs. 5) und die Auflösung der Stiftung können vom Vorstand nur einstimmig beschlossen werden. Die Änderung des Stiftungszwecks oder die Auflösung der Stiftung ist nur möglich aufgrund einer Änderung der Verhältnisse, die die Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr sinnvoll erscheinen lassen. Die Beschlüsse des Vorstandes nach § 17 Abs. 2 bedürfen der Zustimmung des Kuratoriums durch einstimmigen Beschluss der Anwesenden. Vor der Beschlussfassung ist eine Auskunft des Finanzamtes betreffend die Steuerbegünstigung einzuholen. Die Änderung des Stiftungszwecks und die Auflösung der Stiftung bedürfen der Genehmigung durch die Stiftungsaufsichtsbehörde.
  3. Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall ihres bisherigen Zweckes fällt das Vermögen an eine zusammen mit der Auflösung zu bestimmende juristische Person, die einen dem Stiftungszweck gleichen oder verwandten Zweck verfolgt. Diese hat das Vermögen ausschließlich und unmittelbar für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden

§ 18 Unterrichtung der Stiftungsaufsichtsbehörde

Die Stiftungsaufsichtsbehörde ist auf ihren Wunsch jederzeit über Angelegenheiten der Stiftung zu unterrichten. Ihr ist unaufgefordert der Jahresabschluss einzureichen. Stiftungsaufsichtsbehörde ist die Bezirksregierung Köln, Oberste Stiftungsaufsichtsbehörde ist das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.


§ 19 Anzeigen an das Finanzamt

Unbeschadet der sich aus dem Stiftungsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen ergebenden Genehmigungserfordernisse sind Beschlüsse über Satzungs-änderungen und über die Auflösung der Stiftung dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Bei Satzungsänderungen, die den Zweck der Stiftung betreffen, ist zuvor die Stellungnahme des Finanzamtes zur Steuerbegünstigung einzuholen.


§ 20 Inkrafttreten

Die Satzung tritt am Tage des Zugangs der Urkunde über die Anerkennung der Stiftung in Kraft.


Die Gründerin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung



Transparenzpreis 2010
Im Rahmen des


wird die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für ihre qualitativ hochwertige Berichterstattung ausgezeichnet.


© 2014 ZNS - Hannelore Kohl Stiftung | Datenschutz | Impressum | info@hannelore-kohl-stiftung.de