Verkehr

Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Der erste große Schritt zur unabhängigen Fortbewegung ist das Laufen lernen. Dem folgt die Nutzung des Fahrrades und schließlich eines motorisierten Fahrzeugs. So wird der Bewegungsradius sukzessive vergrößert. 

Fußgänger

Fußgänger sind die langsamsten Teilnehmer des öffentlichen Verkehrs. Ganz gleich ob Sie einen Spaziergang machen oder zur nächsten Bushaltestelle gehen, als Fußgänger können Sie spontan die Richtung wechseln oder stehen bleiben - und alles ohne Blink- oder Bremslichter. Das macht sie für andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar und erhöht das Unfallrisiko.

Gleichzeitig sind Fußgänger die schutzlosesten Teilnehmer im Verkehr, besonders Kinder sind gefährdet. Nehmen Sie Kinder deshalb an die Hand und achten Sie auf andere Verkehrsteilnehmer - Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe.

Einige Tipps zur Erhöhung Ihrer Sicherheit:

  • Benutzen Sie zum Überqueren von Straßen gesicherte Überwege wie Ampeln, Zebrastreifen, Über- und Unterführungen.

  • Schauen Sie sich um, bevor Sie die Richtung wechseln oder einen Radweg bzw. eine Straße kreuzen.

  • Tragen Sie helle Kleidung und Reflektoren, damit Sie im Dunkeln und bei schlechter Sicht gut zu sehen sind.

  • Achten Sie darauf, wohin Sie treten. Schlaglöcher und lose Steine sind Stolperfallen.

  • Tragen Sie der Witterung und dem Untergrund angemessene Schuhe.

  • Seien Sie besonders vorsichtig auf glattem Untergrund wie nassem Laub, Eis oder Schnee.

  • Beachten Sie die Verkehrsregeln und werden Sie Ihrer Vorbildfunktion gerecht.

Radfahrer

Mehr als 40 Millionen Deutsche fahren regelmäßig mit dem Fahrrad. Kein Wunder, denn ein Fahrrad ist sowohl Fortbewegungsmittel als auch Sportgerät zum Ausdauer- und Konditionstraining. Gleichzeitig werden Koordination und Gleichgewichtssinn verbessert, und das ganz nebenbei - auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkauf.

Jeder Radfahrer kennt aber auch die „Bruchlandung“. Ob Anfänger oder Profi, ob klein oder groß - schon ein Schlagloch oder eine Straßenbahnschiene können zum Sturz führen. Doch Fahrräder haben weder Airbags noch Knautschzone, und so ist das Verletzungsrisiko des Radfahrers hoch.

Wenn das Gehirn, also die Schaltstelle des Zentralen Nervensystems, geschädigt wird, sind die Folgen besonders schwerwiegend. Deshalb sollten Radfahrer zum Schutz des Kopfes immer einen Helm tragen!

Einige Tipps für mehr Sicherheit beim Radfahren:

  • Das Fahrrad muß verkehrssicher sein: Funktionstüchtige Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren und Klingel sind vorgeschrieben, rutschsichere Pedale und Kettenschutz sind sinnvoll.
  • Beleuchtungsanlage und Reflektoren sind für Radfahrer lebenswichtig, denn durch frühzeitiges Erkennen von Hindernissen und rechtzeitiges Gesehenwerden können Unfälle vermieden werden.
  • Beachten Sie die Verkehrsregeln.
  • Fahren Sie Ihrem Können und den örtlichen sowie wettermäßigen Umständen entsprechend.

Motorradfahrer

Motorradfahrer sind bei einem Unfall unmittelbaren Gefahren ausgesetzt – aufgrund der nicht vorhandenen Knautschzone sind sie bei einem Unfall oft schwer verletzt.  Mit Beginn der Zweiradsaison steigt auch die Zahl der Unfälle. Gründe sind z.B. Rollsplitt auf der Straße oder die Tatsache, vom Pkw übersehen zu werden. Aber auch die Euphorie und der „Kaltstart“ nach der Winterpause und die damit verbundene Selbstüberschätzung mancher Motorradfahrer sind Ursache von Unfällen.

Einige Tipps für mehr Sicherheit beim Motorradfahren:

  • Nach der Winterpause sollten Sie langsam und sicher wieder an die Beherrschung des Motorrads herangehen.

  • Lassen Sie Reifen, Bremsen und die allgemeine Funktionstüchtigkeit Ihres Motorrads überprüfen.

  • Kontrollieren Sie Kleidung, Protektoren und vor allem der Schutzhelm.

  • Achten Sie auf körperliche Fitness, denn Motorradfahren ist neben Hobby und Leidenschaft auch Sport. Ausdauertraining und gezielte Übungen für Körper-Koordination sowie Krafttraining helfen zur Vorbeugung von Verletzungen und Haltungsschäden.

  • Verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr bedeutet auch angepasste Fahrweise, also keine waghalsigen Überholmanöver, keine überhöhte Geschwindigkeit und keine Selbstüberschätzung.

  • Wer die Straße mit der Rennstrecke verwechselt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

Autofahrer

Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Gleichzeitig nimmt es aber auch den traurigen 1. Platz in der Unfallstatistik ein. Zwar werden die Fahrzeuge immer sicherer, doch das Verhalten des Fahrers ist entscheidend bei der Vermeidung von Unfällen. Und so ist denn auch menschliches Fehlverhalten die häufigste Ursache der Verkehrsunfälle. Wer verantwortungsbewusst fährt, kann Unfälle vermeiden. Befolgen Sie die Verkehrsregeln und frischen Sie auch Ihre Kenntnisse über neue Regeln regelmäßig auf.

Einige Tipps für Autofahrer:

  • Sicherheitsgurt: Schnallen Sie sich immer an und achten Sie darauf, dass weitere Insassen und vor allem Kinder richtig gesichert sind.

  • Geschwindigkeit und Abstand: Fahren Sie auf Sicht und mit angepasster Geschwindigkeit. Halten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann. Als Faustregel gilt „Abstand gleich halber Tacho" - bei 100 km/h also 50 Meter.

  • Vorfahrt: Auch wenn die Vorfahrtsregeln eindeutig sind: Verhalten Sie sich rücksichtsvoll. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

  • Überholen: Überholen Sie nie im Überholverbot. Dort, wo es erlaubt ist, sollten Sie nur überholen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

  • Fahrtüchtigkeit: Fahren Sie nie unter Einfluss von Alkohol und Drogen! Beachten Sie auch die Auswirkungen von eingenommenen Medikamenten. Lassen Sie Augen, Ohren und Ihre allgemeine körperliche Verfassung in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich so zu verhalten, dass kein anderer gefährdet oder verletzt wird.