Im November 2007 nahm der 7-jährige Mirco Schäperklaus mit seinem Vater an einem Martinszug in Südkirchen teil. Plötzlich rammte ein Auto mit fast 90 km/h die Begrenzung eines Verkehrskreisels und prallte in den Martinszug.
Mirco erlitt durch den Zusammenprall lebensgefährliche Verletzungen: schweres
Schädelhirntrauma, Verlust der
Motorik und Sprache. Die Folge: viele Operationen und mehrere Monate Krankenhausaufenthalt. Die gute Nachricht: Er wird wieder gesund - braucht aber noch eine lange Therapie.
Der lange Therapieweg
Einen Monat lang wurde Mirco im Clemens-Hospital (Münster) betreut, bevor er im Dezember in die St. Mauritius-Therapieklinik nach Meerbusch (Düsseldorf) zur weiteren Therapie verlegt wurde. Dort kümmerten sich die Ärzte intensiv um ihn. Zunächst rechtsseitig gelähmt, lernte Mirco dort wieder laufen.
Weit schwieriger und langwieriger ist jedoch die Behandlung seiner
Aphasie (Sprachverlust). Durch das schwere Schädelhirntrauma verlor er seinen gesamten Wortschatz. Zwar versteht er, was um ihn herum vorgeht und gesprochen wird, kann sich selbst aber nicht ausdrücken. In der Therapie muss er das Sprechen, Lesen und Schreiben erst mühsam wieder erlernen.
Mircos Familie und seine Ärzte sind zuversichtlich, dass er wieder gesund wird. Seine Fortschritte sind beachtlich und er bemüht sich selbst am meisten. Heute ist Mircos Motorik bis auf leichte Einschränkungen fast wieder hergestellt und auch die Aphasie bessert sich.
Bisher musste Mirco aber noch einen Helm tragen, der den Kopf komplett umschließt. Eine weitere Operation soll Abhilfe schaffen: Ende Februar 2008 kehrte Mirco wieder ins Clemens-Hospital zurück, um sich einer komplizierten Kopfoperation zu unterziehen. Dort wurde seine Schädeldecke wieder aufgesetzt und die künstliche Hirnhaut entfernt.
Alle Beteiligten - seine Eltern und Ärzte - sind zuversichtlich, dass Mirco wieder gesund wird. Denn er ist eine "Kämpfernatur".
Menschen mit schweren Schäden des Zentralen Nervensystems haben besondere Bedürfnisse. Trotz vieler Verbesserungen im medizinischen und therapeutischen Bereich ist die Versorgungslage schwierig, denn:
Rehabilitation ist kostenintensiv. Gerade mal in 5 von 100 neurologischen Befunden folgt eine geeignete Nachbehandlung, die jedoch entscheidend für die weitere Zukunft des Verletzten ist.
Wir wollen da WEITERHELFEN, wo die medizinische Grundversorgung endet. Wir wollen WEITERHELFEN, wenn es darum geht, die Lebensqualität, die Versorgungsstandards, die wissenschaftliche Forschung sowie die Reha-Struktur für Menschen mit Schäden am Zentralen Nervensystem zu verbessern.
Und Sie können uns WEITERHELFEN - mit Ihrer Spende: Konto Nr. 3000 3800, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98.
Ob 25, 50 oder 100 Euro, jede Spende hilft Menschen mit einer Verletzung des Zentralen Nervensystems zurück in ein normales und alltägliches Leben.
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. In diesem Jahr begeht sie ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Stiftung unterhält einen Beratungs-und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 26,2 Mio. Euro aus Spendenmitteln für 543 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.
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