Jährlich erleiden ca. 300.000 Personen bei Unfällen im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz, im häuslichen Bereich oder bei Spiel und Sport Unfälle mit Hirnverletzungen. Bei ca. 100.000 dieser Unfallopfer wird ein schweres
Schädelhirntrauma diagnostiziert, das wiederum bei 45.000 zu lang anhaltenden oder andauernden Schäden führt. Hier zu helfen, den hirnverletzten Unfallopfern durch eine verbesserte Neurorehabilitation die Wiedereingliederung in Familie, Schule, Beruf und Gesellschaft zu erleichtern, ist das Ziel und die Aufgabe des KURATORIUM ZNS.
Doch besser als jede
Rehabilitation ist Prävention. Durch vorausschauendes und mitdenkendes Handeln Unfälle vermeiden oder Unfallfolgen einzugrenzen, hilft persönliches Leid abzuwenden und auch die viel diskutierten Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Deshalb trägt das KURATORIUM ZNS die von der Kreispolizeibehörde Gütersloh initiierte Aktion für einen Schulwettbewerb mit, in einem Video-Spot das Tragen von Schutzausrüstung beim Inlineskaten und Fahrradfahren zu fördern. Unter dem Motto „THINK AHEAD“ hat die Präsidentin des KURATORIUM ZNS, Frau Ute-Henriette Ohoven, die Schirmherrschaft für diese Aktion übernommen, verbunden mit der Hoffnung, dass die Aktion noch viele Nachahmer finden möge.
Bei einer auf Initiative des KURATORIUM ZNS durchgeführten Erfassung aller Schädelhirnverletzungen mit klinischem Behandlungsbedarf über ein Jahr von 2000 bis 2001 in den Großräumen Münster und Hannover wurden 6.793 Fälle gemeldet, bei denen wiederum mit 51,2 % (3.477 Unfälle) der Sturz die Ursache für die Hirnverletzung war. Betrachtet man dabei den Unfalltyp, stehen der Freizeitunfall mit 36 % und der häusliche Unfall mit 30 % weit an der Spitze, gefolgt vom Verkehrsunfall mit 19 % und dem Arbeitsunfall mit 15 %. Unter den rund 1.300 Verkehrsunfallopfern mit einer Hirnverletzung befanden sich 610 Fahrradfahrer, von denen nur 80 einen Helm getragen haben. Auch wenn die Auswertung nach Schweregrad zum Unfalltyp und Unfallmechanismus noch nicht abgeschlossen ist, wird allein am Beispiel Fahrradfahrer deutlich, wie viel menschliches Leid durch eigenverantwortliches vorausschauendes Handeln vermieden werden könnte. Allein schon deshalb gilt jetzt der Dank des KURATORIUM ZNS all denjenigen, die diesen Schulwettbewerb vorbereiten, unterstützen und ganz besonders den Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, die diesen Wettbewerb durchführen.
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