DaimlerChrysler unterstützt die Arbeit des KURATORIUM ZNS
Düsseldorf/Bonn - (hl) „Ohne potente Förderer würde die Rehabilitation von Menschen mit Schädelhirntraumata nicht vorankommen“, formulierte die Präsidentin des KURATORIUM ZNS anlässlich des Pressegesprächs am 18. März in der St. Mauritius-Therapieklinik in Meerbusch. Dieser Dank richtet sich an die DaimlerChrysler AG, die die Arbeit des KURATORIUM ZNS mit einem Betrag von 50.000 EURO unterstützt. Matthias Kleinert, Generalbevollmächtigter der DaimlerChrysler AG und Leiter des Bereiches Politik und Außenbeziehungen: „Wir haben großen Respekt vor der Arbeit des KURATORIUM ZNS, das vor 20 Jahren von Hannelore Kohl ins Leben gerufen wurde und jetzt von Ute-Henriette Ohoven mit dem ihr eigenen Engagement fortgeführt wird. Deswegen freuen wir uns, dass wir den Menschen bei der Bewältigung ihres schweren Schicksals direkt helfen können. Wir sehen uns als Unternehmen in der sozialen Verantwortung, auch auf diesem Gebiet besonders wichtige Projekte zu fördern.“
Ein Teil des Betrages soll eingesetzt werden für den modellhaften Aufbau eines Netzwerkes zur ambulanten Rehabilitation für Kinder und Jugendliche in Dresden, Hamburg, Münster und Unna. Unterstützt werden Kinder und Jugendliche sowie deren Familien, die nach einem Unfall oder einer Krankheit mit Hirnschädigung eine Einbuße ihrer bisherigen Fähigkeiten im kognitiven, sozialen, psychischen sowie körperlichen Bereich erfahren haben oder von solchen Schäden dauerhaft bedroht sind. Sowohl die jungen Patienten als auch deren Familien erhalten ambulante Rehabilitation und Betreuung in der nachstationären Phase zur Wiedereingliederung in ihr vertrautes soziales Umfeld, zur Vermeidung oder Milderung der Auswirkungen von Restschäden nach ihrem Unfall oder der Erkrankung.
Neben den 300.000 Menschen, die jährlich eine Schädelhirnverletzung erleiden, erkrankt die etwa gleich große Zahl an einem Schlaganfall. Bei etwa 150.000 dieser Patienten treten wegen der Verletzung Sehstörungen auf, besonders häufig kommen Gesichtsfeldausfälle vor. In einer gemeinsam vom Institut für medizinische Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Neurologischen Rehabilitationsklinik Bad Düben durchzuführenden Studie wird geprüft, ob ein schon sehr früh nach der Hirnverletzung einsetzendes gezieltes Training visueller Funktionen bessere Ergebnisse bringen wird als bisherige Therapiemethoden, bei denen die Effekte der Spontanheilung abgewartet wurden. Ausgegangen wird von der Vermutung, dass Patienten mit Gesichtsfelddefekten sich im Alltag auf intakte Gesichtsfeldbereiche konzentrieren und die unzureichenden Informationen aus teilverletzten Bereichen vernachlässigen. Ziel des Projektes ist es, die Nachteile der durch das eingeschränkte Gesichtsfeld verursachten visuellen Informationsdefizite durch automatisch ablaufende Suchstrategien auszugleichen.
Jedes Jahr erleiden 300.000 Menschen Schädelhirntraumata, davon sind 45.000 unter 5 Jahren, insgesamt sind 150.000 Unfallopfer nicht älter als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in der Unfall- und Intensivmedizin einschließlich des Notarztsystems überleben immer mehr Unfallopfer selbst schwerste Verletzungen. Bundesweit hat das KURATORIUM ZNS für 425 Projekte an 191 Einrichtungen mehr als 21 Mio. EURO zur Verbesserung der Neurorehabilitation eingesetzt. Das Spektrum reicht von der Schaffung von Frührehabilitations-Stationen für Schwersthirnbeschädigte bis hin zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung einschließlich begleitender Forschungsvorhaben. Helfen auch Sie: Spendenkonto 3000 3800 Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00. Weitere Informationen unter: www.kuratorium-zns.de
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