1,5 Millionen Euro Spendengelder stehen dank der erfreulich starken Resonanz auf die Fernsehsendung "Sternstunden der Musik" dem KURATORIUM ZNS für seine Arbeit im Interesse der jährlich 300.000 Menschen, die bei einem Unfall Kopfverletzungen mit Schädigungen des Zentralen Nerven-systems erleiden, zur Verfügung.
Bonn, 2. Juni 2003 - "Ich freue mich sehr über die Resonanz für das Thema Schädelhirnverletzungen. Der Erfolg der Sendung gibt mir Mut und Kraft für die weiteren anstehenden Aufgaben. Ich danke allen, die uns bei unserer Arbeit mit ihrer Spende unterstützen", sagte Ute-Henriette Ohoven im Anschluss an die Sendung. Mit Ute-Henriette Ohoven als Präsidentin beginnt für das KURATORIUM ZNS eine neue Ära. In der ZDF-Sendung "Sternstunden der Musik" hatte die Nachfolgerin von Hannelore Kohl seit ihrem Amtsantritt im Juni 2002 erstmals Gelegenheit zu einem Auftritt vor einem Millionenpublikum und erzielte gleich einen vollen Erfolg. Mehr als 1,5 Millionen Euro wurden während und in Folge der Sendung gespendet, die von Dieter-Thomas Heck zugunsten des KURATORIUM ZNS für Opfer mit Schädelhirnverletzungen präsentiert wurde. "Frau Ohoven ist ein wahrer Glücksfall für dieses Amt", sagt der ehemalige Bundeskanzler und Ehrenvorsitzende des KURATORIUM ZNS Dr. Helmut Kohl. "Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie mit schwäbischer Hartnäckigkeit und beachtlichem Charme und Wissen das Werk meiner Frau weiterführt."
Auch im Jubiläumsjahr, zwanzig Jahre nach der Gründung des KURATORIUM ZNS besteht noch Aufklärungsbedarf in Sachen Schädelhirnverletzungen. Dies erfahren die Mitarbeiter der Bonner Geschäftsstelle durch die zahllosen Anrufe, die seit der Sendung am 18. Mai eingehen. Menschen, die einen Angehörigen nach einem Unfall mit Hirnverletzung auf seinem mühseligen Weg zurück begleiten, suchen jetzt noch häufiger als bislang Hilfe in der Vermittlungsstelle des KURATORIUM ZNS.
Hier weiß man Rat und weiterführende Adressen für langwierige Therapien bei
Schluckstörungen, Lähmungen, Sprach- oder Wahrnehmungsstörungen. "Das Telefon steht nicht mehr still! Wir wissen, dass wir gebraucht werden", so eine Mitarbeiterin des KURATORIUM ZNS. Da sich das KURATORIUM ZNS nur aus Spenden und Beiträgen von Fördermitgliedern finanziert, ist es für seine Arbeit immer weiter auf die Unterstützung durch Menschen angewiesen, denen das Schicksal des Nächsten nicht gleichgültig ist. Eine weitere Möglichkeit der Spendenzahlungen an das KURATORIUM ZNS bietet sich neuerdings über T-Pay, das neue Internet-Bezahlsystem der Deutschen Telekom. "Wir hoffen auch, dass die ungeheure Resonanz auf die ZDF-Sendung bewirkt, dass uns nun eine größere Zahl von Fördermitgliedern langfristig zur Seite stehen möchte."
Stolz ist man beim KURATORIUM ZNS auch auf den mutigen öffentlichen Auftritt von Eltern betroffener Kinder und von Betroffenen, wie David Stachoviak in der Sendung. David, ein 20 Jahre junger Mann wurde vor fünf Jahren Opfer eines Verkehrsunfalls. Er ist einer der rund 150.000 jungen Menschen, die jährlich im Straßenverkehr oder auch bei Sport und Spiel ein
Schädelhirntrauma erleiden. Mit Hilfe des KURATORIUM ZNS konnte David damals ein Rehabilitationsplatz zur Verfügung gestellt werden. Heute schaut David mit Lebensmut nach vorne und setzt alles daran sein Leben selbständig zu meistern. "David ist der lebende Beweis, welche Möglichkeiten die Neurorehabilitation heute bietet und welche Lebenschancen für Schädelhirnverletzte mit Spenden an das KURATORIUM ZNS verbunden sind. Aber wir dürfen uns nicht auf Erfolgen ausruhen, sondern müssen stetig um Innovationen im Bereich der Therapie kämpfen. Wenn wir viele Menschen an unserer Seite wissen, wird uns das gelingen", stellt Ute-Henriette Ohoven fest.
Spendenkonto:
Kto. 3000 3800
BLZ: 380 500 00 (Sparkasse Bonn)
Medienkontakt:
KURATORIUM ZNS e.V.
Rochusstraße 24
53123 Bonn
Tel: 0228/97845-0
Fax: 0228/97845-55
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