Hannover - (hl) Am 10. September 2003 übergab die Präsidentin des KURATORIUM ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems e.V., Bonn, Frau Ute-Henriette Ohoven, an die Henrietten-Stiftung in Hannover einen Scheck über 127.822,97 € für die Arbeit des neu geschaffenen Therapiezentrums für Menschen mit schwersten Schädelhirnverletzungen.
Unfälle ereignen sich im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz, bei Spiel und Sport oder im häuslichen Bereich von einer Sekunde auf die andere. 100.000 Unfallopfer erleiden jährlich schwerste Schädelhirntraumen. Jedes 7. Unfallopfer ist ein Kind unter 5 Jahren. Trotz intensivster Bemühungen können nicht alle Patienten durch Rehabilitationsmaßnahmen so weit gebracht werden, dass sie zu einer selbständigen Lebensführung in der Lage sind. Diese Patienten benötigen - manchmal sogar lebenslange betreuende und langzeittherapeutische Maßnahmen in Spezialeinrichtungen, wie die der Henriettenstiftung. Hier zu helfen, ist das Ziel und die Aufgabe des KURATORIUM ZNS.
"Unsere Förderung soll dazu beitragen, die Chancen zu erhöhen, dass bei den hier betreuten Patienten noch vorhandene oder spontan wieder vorhandene Fähigkeiten erkannt und nach neuesten Erkenntnissen gezielt gefördert werden," so Ute-Henriette Ohoven anlässlich der Einweihungsfeier. "Es geht darum, trotz schwerster Behinderung das Leben als lebenswert wahrzunehmen und sich neue Lebensqualität zu schaffen".
Jedes Jahr erleiden 300.000 Menschen
Schädelhirntraumata, davon sind 45.000 Kinder unter 5 Jahren, insgesamt sind 150.000 Unfallopfer junge Menschen unter 25 Jahren. Dank der Fortschritte in der Unfall- und Intensivmedizin einschließlich des Notarztsystems überleben immer mehr Unfallopfer selbst schwerste Verletzungen. Bundesweit hat das vor 20 Jahren von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl gegründete KURATORIUM ZNS für 425 Projekte an 191 Einrichtungen mehr als 21 Mio. EURO zur Verbesserung der Neurorehabilitation eingesetzt. Von Bonn aus informiert es über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten und unterstützt bei der Vermittlung von Rehabilitationsplätzen. Das Spektrum reicht von der Schaffung von Frührehabilitations-Stationen für Schwersthirnverletzte bis hin zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung einschließlich begleitender Forschungsvorhaben. Bitte helfen auch Sie!
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