Erstmals haben Behinderte die Möglichkeit, europaweit auf ihre Interessen aufmerksam zu machen. Im Blickpunkt zahlreicher Kundgebungen, Straßenfeste, Theateraufführungen, Kongresse etc. steht die gleichberechtigte und selbständige Teilhabe und Teilnahme, nicht mehr die Bevormundung sondern das Recht auf Gleichstellung und Selbstbestimmung.
Ein ereignisreiches Jahr auch für das KURATORIUM ZNS, das sich seit nunmehr 20 Jahren intensiv für die Belange schädelhirnverletzter Menschen einsetzt. Wir, das „ZNS“ fördern Projekte in der gesamten Rehabilitationskette. Angefangen bei Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, über die Erste Hilfe, die Behandlung am Unfallort und die Akutbehandlung bis hin zu manchmal lebenslangen Reha-Maßnahmen, mit dem Ziel zur Wiedereingliederung des schädelhirnverletzten Patienten in Familie, Schule, Beruf und Gesellschaft. Diese umfassende Unterstützung wird ergänzt durch ein Engagement in Forschung und Entwicklung, das die Neuro-
Rehabilitation fördert und verbessert.
Neue Methoden greifen auch in der Frührehabilitation und der anschließenden Nachbehandlung des Patienten. Spezielle Computerprogramme können ihn unterstützen und seine Lernbereitschaft steigern. Selbst Unfallopfer, die Störungen im Bewegungsablauf zurückbehalten haben, können durch spezielle Tastaturen und Bedienelemente ihr Sprachvermögen, ihre
Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und auch ihr Gedächtnis weiter trainieren. Schulische und berufliche Kenntnisse können auf diese Weise neu vermittelt werden.
Wieder zurück zu Familie, Schule oder Beruf? Auch das wird ermöglicht, beispielsweise durch Finanzierung rollstuhlgerechter Kleinbusse und Betreuungsprojekte. Darüber hinaus fördert das KURATORIUM ZNS Projekte wie das Selbsthilfeprojekt MUTABOR, das Patienten nach der Entlassung aus der Rehaklinik ambulante Hilfe leistet. Ob Projekte im Bereich Diagnose, Therapie oder beim konsequenten Aufbau eines Netzes von fachgerechten Reha-Einrichtungen - gearbeitet wird bundesweit und flächendeckend.
Das KURATORIUM ZNS finanziert sich ausschließlich durch Spenden, Beiträge fördernder Mitglieder und die Zuweisung von Bußgeldern. Auch Nachlässe und Vermächtnisse unterstützen die Arbeit der Organisation. Um das Schicksal von Unfallopfern und Angehörigen erträglicher zu gestalten, hilft das KURATORIUM ZNS schnell, flexibel und unbürokratisch.
Jedes Jahr erleiden 300.000 Menschen
Schädelhirntraumata, davon sind 45.000 Kinder unter 5 Jahren, insgesamt sind 150.000 Unfallopfer junge Menschen unter 25 Jahren. Dank der Fortschritte in der Unfall- und Intensivmedizin einschließlich des Notarztsystems überleben immer mehr Unfallopfer selbst schwerste Verletzungen. Bundesweit hat das vor 20 Jahren von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl gegründete KURATORIUM ZNS für 425 Projekte an 191 Einrichtungen mehr als 21 Mio. EURO zur Verbesserung der Neurorehabilitation eingesetzt. Von Bonn aus informiert es über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten und unterstützt bei der Vermittlung von Rehabilitationsplätzen. Das Spektrum reicht von der Schaffung von Frührehabilitations-Stationen für Schwersthirnverletzte bis hin zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung einschließlich begleitender Forschungsvorhaben. Bitte helfen auch Sie!
Spendenkonto 3000 3800, Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00.
Eine weitere Spendenmöglichkeit bietet T-Pay, das neue Internet-Bezahlsystem der Deutschen Telekom.
Weitergehende Informationen erhalten Sie beim KURATORIUM ZNS, Rochusstraße 24, 53123 Bonn, 0228/978450 oder im Internet unter: www.kuratorium-zns.de
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