ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

16.01.2004
MARITIM Bonn und Deutscher Beamtenbund unterstützen die Arbeit des KURATORIUM ZNS

Bonn (hl) Täglich mehr als 100 Unfallopfer mit schweren Schäden des Zentralen Nervensystems (ZNS) - so lautet allein in Deutschland die schreckliche Bilanz. Für die Betroffenen ist ein normales Leben oft nicht mehr möglich. Denn der derzeitigen Therapie und Rehabilitationsmaßnahmen stoßen hinsichtlich ihres Erfolges immer noch auf Grenzen.

„Wir haben großen Respekt vor der Arbeit des KURATORIUM ZNS, das vor 20 Jahren von Hannelore Kohl ins Leben gerufen wurde und jetzt von Ute-Henriette Ohoven fortgeführt wird. Wir freuen uns, dass wir den Unfallopfern bei der Bewältigung ihres schweren Schicksals direkt helfen können“ so Dieter Struzyna, Direktor des MARITIM-Hotel Bonn und Klaus Michel, Vorsitzender des Bildungswerkes dbb Kreisverband Bonn e.V. bei der Scheckübergabe. Gemeinsam mit dem Deutschen Beamtenbund veranstaltete das Bonner MARITIM Hotel den Ball der Reise zugunsten des KURATORIUM ZNS. 23.238,05 EURO können zur Verbesserung der Schädelhirnverletzten Menschen und ihrer Familien bereitgestellt werden.

„Den Betroffenen, aber auch ihren Familien, wird von einer Sekunde auf die andere die Lebensgrundlage genommen. Und hier setzt das KURATORIUM ZNS mit seinem Engagement ein, für intensive Betreuung und intensive Behandlung. Ohne verantwortungsbewusste Menschen, würde die Rehabilitation von Menschen mit Schädelhirntraumata nicht vorankommen“, formulierte die Präsidentin des KURATORIUM ZNS in ihren Dankesworten.

Bundesweit hat das KURATORIUM ZNS für 444 Projekte an 200 Einrichtungen annähernd 22 Mio. EURO bereitstellen können. Der Spendenerlös aus dem Ball der Reise soll eingesetzt werden für den Aufbau eines Netzwerkes zur ambulanten Rehabilitation für Kinder und Jugendliche.

Es kann jeden treffen, jederzeit und an jedem Ort!
Jährlich erleiden etwa 300.000 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland ein Schädelhirntrauma bei Unfällen im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz, im häuslichen Bereich oder bei Spiel und Sport. Bei ungefähr einem Drittel wird eine schwere Hirnverletzung diagnostiziert. 45.000 sind Kinder unter fünf Jahren, insgesamt sind 50 Prozent der Verunglückten jünger als 25 Jahre - junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich haben und die dringend unserer Hilfe bedürfen.

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