ZNS-Förderverein engagiert sich seit 15 Jahren für Menschen mit Schädelhirnverletzungen
Langenfeld - (hl) „Wer hilft schenkt neue Perspektiven“ - lautet seit nunmehr 15 Jahren der Leitspruch des ZNS-Förderverein Langenfeld. Seit 1989 setzen sich Langenfelder Bürgerinnen und Bürger für die nachhaltige Verbesserung der neurologischen
Rehabilitation hirnverletzter Unfallopfer ein und unterstützen damit die Aufgaben und Ziele des KURATORIUM ZNS. Durch das alljährliche Sommerfest und zahlreiche Benefiz-Konzerte konnten mittlerweile 200.000 EURO zur Verfügung gestellt werden.
„Wir haben großen Respekt vor der Arbeit des KURATORIUM ZNS, das vor 20 Jahren von Hannelore Kohl gegründet wurde und jetzt von Ute-Henriette Ohoven weitergeführt wird. Deswegen freuen wir uns, dass wir den Menschen bei der Bewältigung ihres schweren Schicksals direkt helfen können. Wir Langenfelder Bürger sehen uns in der sozialen Verantwortung und zeigen uns solidarisch mit den Menschen, die nicht mehr auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, betont Wolfgang Schapper, 1. Vorsitzender des Fördervereins anlässlich der Scheckübergabe.
In diesem Jahr kann die stolze Summe von 15.000 EURO für die neurologische Rehabilitation überreicht werden. Der Betrag wird eingesetzt für den Aufbau eines Projektes, das jungen Menschen mit Schädelhirnverletzungen wohnortnah - ohne ihr soziales Umfeld verlassen zu müssen - in das Alltags- und Arbeitsleben eingliedern hilft. Bis zu 16 junge Menschen werden dort nach ihren Fähigkeiten gefordert und damit intensiv gefördert. „Wir geben diesen jungen Menschen eine Aufgabe und eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde“, erläuterte Ute-Henriette Ohoven.
Gerade in Zeiten wirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Orientierungslosigkeit stehen unabhängige Hilfsorganisationen wie das KURATORIUM ZNS und die Hannelore Kohl Stiftung für konsequentes Handeln und kontinuierliche Hilfe für die Betroffenen. Dank der finanziellen Unterstützung aus der Bevölkerung können wir dieses dringend benötigte Hilfsangebot weiter ausbauen, im Sinne und zum Wohle der Menschen, die dringend auf unsere direkte Hilfe angewiesen sind, machte Ute-Henriette Ohoven die Notwendigkeit des Engagements in ihren Dankesworten deutlich.
Auch in diesem Jahr können sich die Langenfelder Bürgerinnen und Bürger mit Spiel und Spaß engagieren. Neben dem alljährlichen Sommerfest am 5. und 6. Juni spielt die Kölner Kult-Band „de Höhner“ Open-air am 4. Juli im Freizeitpark Langenfeld.
Jedes Jahr erleiden 300.000 Menschen
Schädelhirntraumata, davon sind 45.000 Kinder unter 5 Jahren, insgesamt sind 150.000 Unfallopfer junge Menschen unter 25 Jahren. Dank der Fortschritte in der Unfall- und Intensivmedizin einschließlich des Notarztsystems überleben immer mehr Unfallopfer selbst schwerste Verletzungen. Bundesweit hat das vor 20 Jahren von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl gegründete KURATORIUM ZNS für 444 Projekte an 200 Einrichtungen annähernd 21 Mio. EURO zur Verbesserung der Neurorehabilitation eingesetzt. Von Bonn aus informiert es über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten und unterstützt bei der Vermittlung von Rehabilitationsplätzen. Das Spektrum reicht von der Schaffung von Frührehabilitations-Stationen für Schwersthirnverletzte bis hin zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung einschließlich begleitender Forschungsvorhaben. Bitte helfen auch Sie!
Spendenkonto 3000 3800, Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00
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