Videoendoskop übergeben
Bonn - Einen speziellen Bereich der neurologischen Frührehabilitation stellt die Diagnostik von Schluckstörungen dar. Zur Optimierung der Diagnostik von schwer schädel-hirn-verletzten Menschen übergab der Geschäftsführer des ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, Achim Ebert, dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier eine Anlage zur videoendoskopischen Schluckdiagnostik. Das Gerät im Wert von 26.000 EURO entspricht dem neuesten technischen Standard.
Bei der Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen haben die Schluckstörungen eine große Bedeutung. Unerkannt und unbehandelt führen sie Aspirationen (Eindringen von Fremdkörpern, Flüssigkeit oder Nahrung in die Luftröhre) und Lungenentzündungen mit oftmals lebensbedrohlichen Zuständen. Außerdem gehen die durch Schluckstörungen bedingten Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität einher.
Die neue Videoendoskopie dient sowohl der Diagnostik und Einordnungen von Schluckstörungen und der direkten Beobachtung therapeutischer Maßnahmen als auch zur Verlaufskontrolle und zur Differenzierung von Stimmstörungen organischer und funktioneller Art.
Die Untersuchung erfolgt durch das Einführen eines Fiberglasröhrchens mit einem Durchmesser von 3,4 mm durch den unteren Nasengang in den Rachen. Die Betrachtung der anatomischen Gegebenheiten kann so für den Patienten weitestgehend belastungsfrei sowohl in Ruhe als bei Stimmgebung erfolgen ebenso beim Schlucken mit und ohne Nahrung. Die Optik ist mit einem Videosystem verbunden, so dass auch eine Nachbearbeitung und Archivierung erfolgen kann.
Download
> Als RTF-Datei herunterladen