Mannheimer Azubis setzen sich für Unfallopfer ein
- Mannheimer Auszubildende beim Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preis „JAZ“ 2004 in Wiesbaden auf dem zweiten Platz
- Hälfte der Siegerprämie am 10. November 2004 an die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung übergeben
Mannheim - Beim Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preis „JAZ“ 2004 belegten zwei Auszubildende der DaimlerChrysler AG Werk Mannheim mit ihrem Projekt den zweiten Platz. Die Hälfte Ihrer Siegprämie von 2.000 Euro übergaben die beiden am 10. November an Ute-Henriette Ohoven, Präsidentin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, um damit Unfallopfer zu unterstützen.
Der Deutsche Jugend-Arbeitsschutz-Preis, kurz „JAZ“ wird alle zwei Jahre vergeben und ehrt herausragende Leistungen junger Berufseinsteiger, die mit neuen Ideen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz beigetragen haben. Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgte in fünf Kategorien: Schutzwirkung, Verbesserung Arbeitsumfeld, Übertragbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Kreativität.
Von den 25 Teams, die sich aus ganz Deutschland für den Preis beworben hatten, war das Team aus Mannheim ganz vorne mit dabei: Marco Koerth und Florian Schneider, Auszubildende bei der DaimlerChrysler AG Werk Mannheim, erhielten für ihren Beitrag „Arbeitsplatzbezogene Unterweisung“ den zweiten Preis. In ihrem Projekt erstellten und gestalteten sie Informationsmaterialien zum Arbeitsschutz neu, um besser auf Gefahren am Arbeitsplatz hinzuweisen und dadurch Unfälle zu vermeiden. „Wir waren schon überrascht, dass wir es auf den zweiten Platz geschafft haben“, berichtet Florian Schneider von der Verleihung. „Uns freut es, dass wir die Jury überzeugen konnten, die im Sommer vor Ort die Umsetzung unseres Projekts prüfte.“ Auf die Leistung der Auszubildenden ist Hermann Doppler, Leiter des DaimlerChrysler AG Werks Mannheim, besonders stolz:
„Das Engagement der Beiden für den Arbeitsschutz ist großartig. Zu sehen, dass sich auch unsere jüngsten Mitarbeiter so für unser Werk einsetzen, ist für mich ein außerordentliches Erfolgserlebnis.“
Passend zum Thema ihres Beitrags haben die Auszubildenden die Hälfte ihrer Prämie gespendet. Florian Schneider: „Wir wollen mit den 1.000 Euro Unfallopfer unterstützen, die das Geld nötiger haben als wir.“ Am 10. November 2004 übergaben sie ihre Spende an Ute-Henriette Ohoven, Präsidentin der ZNS Hannelore Kohl Stiftung auf der RehaCare 2004 Internationale Fachmesse für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf in Düsseldorf. „Die Spende dieser beiden jungen Leute macht mich sehr stolz und froh. Sie ist ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die durch einen Unfall von einer Sekunde auf die andere nicht mehr auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, so Ute-Henriette Ohoven in ihren Dankesworten.
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung engagiert sich seit Jahren in enger Kooperation mit dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften HVBG für Unfallprävention am Arbeitsplatz. Täglich ereignen sich ca. 1.000 Sturzunfälle in den Betrieben, viele Verunfallte erleiden schwere Schädelhirnverletzungen.
Bei der Übergabe dabei war auch Wulf Hameister, Geschäftsführer der Fachvereinigung Arbeitssicherheit FASI, die den Jugend-Arbeitsschutz-Preis vergibt.
10. November 2004
Medienkontakt:
- Ulrike Pieper, DaimlerChrysler Tel. 06121 / 393 29 53
- Nina Sawodny, FASI Tel. 0611 / 600 400
- Helga Lüngen, Hannelore Kohl Stiftung Tel. 0228 / 978450
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