Verleihung des Hannelore Kohl Förderpreises an
PD Dr. med. Dr. rer. nat. Jan Schwab
Hannelore Kohl Förderpreis für innovativen Wissenschaftler
Foto Frank Rollitz
Am 7. April verleiht die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung in München den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis an PD Dr. med. Dr. rer. nat. Jan Schwab. Der Wissenschaftler wird für seine herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Grundlagenforschung zur neurologischen
Rehabilitation ausgezeichnet.
Der renommierte Preis wird seit 1993 alle zwei Jahre zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an junge Wissenschaftler in dem noch wenig erforschten Bereich der Entwicklung und Erprobung von Verfahren zur Diagnostik und Therapie in der neurologischen-neuropsychologischen Rehabilitation vergeben.
Im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie und der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation wird Schwab für seine Forschungsarbeiten von der Präsidentin der Stiftung, Ute-Henriette Ohoven, geehrt. Seine unter 21 eingereichten Vorschlägen ausgewählte Arbeit, zeichnet sich durch „völlig neue Ergebnisse und damit zukunftsweisende Aspekte für die Diagnose und Therapie von Verletzungen des Zentralen Nervensystems aus“, begründet Dr. Annegret Ritz, Vorsitzende des Preisrichterkomitees, die Wahl. Schwabs Untersuchungen haben ergeben, dass eine andere Variante der Cyklooxygenase (COX) als bisher angenommen bei dem Entzündungsprozess nach einer Verletzung des zentralen Nervensystems die führende Rolle spielt. Damit schafft er bedeutende therapeutisch verwertbare Grundlagen, die einen wichtigen Durchbruch für die Behandlung von Verletzungen des Zentralen Nervensystems bilden.
Der 36-jährige auf
Neuropathologie spezialisierte Wissenschaftler absolvierte sein Studium in Tübingen und New York. Seit 1999 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hirnforschung der Universitätsklinik Tübingen. Nach vielfältigen Forschungsaufenthalten im Ausland betreibt er seine Forschungen seit Anfang des Jahres an der Harvard Medical School in den USA.
Da es in der Bundesrepublik Deutschland bislang kaum Lehrstühle für die neurologische Rehabilitation gibt, schafft die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung mit dem Förderpreis Anreize zur Forschung in diesem noch jungen Bereich.
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung wurde Hannelore Kohl Stiftung wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Von Bonn aus informiert die Stiftung über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten bei Verletzungen des Zentralen Nervensystems, unterstützt bei der Vermittlung von Rehabilitationsplätzen und fördert die wissenschaftliche von Rehabilitationsplätzen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet. Bisher konnten 22,5 Mio. Euro aus Spendenmitteln für 464 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Unter anderem wurden an 51 Einrichtungen insgesamt 507 Plätze für Patienten mit schwersten Hirnverletzungen geschaffen. Ein wichtiger Schritt, denn jedes Jahr erleiden 300.000 Menschen
Schädelhirntraumata, die Hälfte von ihnen ist unter 25 Jahren alt. Dank der Fortschritte in diesem Bereich, kann vielen von ihnen geholfen werden.
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ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Helga Lüngen
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