ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

01.02.2006
+++Pro-Bono-Studie von Go ahead und Welt am Sonntag für die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung der Öffentlichkeit vorgestellt+++

Hilfeleistung stärker in den Vordergrund stellen

Nach den Schockplakaten: Neue Kampagne für 2006 geplant

1. Februar 2006 - Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung hat heute auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Pro-Bono-Studie „Wissen statt Spenden - Unternehmensberater helfen Helfern“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Studie ist ein gemeinsames Projekt der Beratungsinitiative „Go ahead“ und der „Welt am Sonntag“ mit dem Ziel, gemeinnützigen Organisationen Unterstützung bei der Optimierung ihrer Leistungsfähigkeit zu bieten. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung fiel die Wahl im vergangenen Jahr hierbei auf die Bonner ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

Um Spenden werben viele...
Etwa 80.000 Organisationen werben in Deutschland um Spenden. Doch worin unterscheiden sich diese Organisationen, und was passiert eigentlich mit den Spendengeldern? Auf diese Fragen will die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung konkreter antworten und zukünftig das gesamte, weitreichende Leistungsspektrum der Stiftung deutlicher in ihrer Außenkommunikation hervorheben. Damit zieht die Bonner Stiftung auch die entsprechenden Konsequenzen aus der jetzt vorliegenden Studie.

Wissen warum...
Neben dem Tätigkeitsfeld „Prävention“ ist die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung seit ihrer Gründung 1983 ein Kompetenz-Zentrum in der Forschungsförderung, Förderung von Hilfsprojekten sowie bei der individuellen Hilfe für Schädelhirnverletzte. Keine andere Hilfsorganisation bietet ein so weitreichendes Spektrum in der Betreuung von Unfallopfern mit Schädelhirnverletzungen. Diese „Dienst-leistung“ am Menschen wollen die Mitarbeiter um Präsidentin Ute-Henriette Ohoven in den kommenden Jahren stärker in den Vordergrund stellen. „Wir wollen erfahrbar machen, wofür wir Spendengelder benötigen und einsetzen“, so Achim Ebert, Geschäftsführer der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, auf der Pressekonferenz.

Vorbilder nutzen
Während der vergangenen zwei Jahre hat die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung speziell in ihren Plakatkampagnen intensiv auf eine drastische Bildsprache mit Unfallszenen gesetzt und damit kontroverse Diskussionen in den Medien ausgelöst. „Auffallen statt gefallen“ lautete die Devise. „Das war auch gut und richtig so“, betonte Geschäftsführer Ebert. „Es ging darum, möglichst große Aufmerksamkeit für das Thema Schädelhirnverletzungen und die Notwendigkeit von Prävention in der Öffentlichkeit zu erregen.“ Zukünftig wird die Stiftung versuchen, für ihre Anliegen weitere prominente Unterstützer, so genannte Testimonials, zu gewinnen, um über deren Vorbildfunktionen effektiver auf relevante Zielgruppen einwirken zu können. Bislang engagieren sich Marcel Wüst, mehrmaliger Tour-de-France-Teilnehmer und Markus Wasmeier, Olympiasieger und Weltmeister im alpinen Ski-Sport für die Stiftung.

Point of Risk - dahin gehen, „wo es weh tut...“„Gerade in Zeiten neuer Trendsportarten und ständig steigender Risikobereitschaft müssen wir zielgruppengenau kommunizieren und dahin gehen, wo es weh tut“, sagte Ebert. „Vor allem Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig auf potenzielle Gefahrenquellen aufmerksam gemacht werden. Hierfür ist der Einsatz berühmter Protagonisten aus dem Sportbereich besonders geeignet.“

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung wird daher mit ihrer Präventionsarbeit zukünftig direkt an der „Gefahrenquelle“, am „Point of Risk“, präsent sein. Aber prinzipiell bleibt von den Gefahren einer Schädelhirnverletzung nach wie vor jeder Mensch betroffen. Ebert: „Wir werden die Öffentlichkeit noch stärker dafür sensibilisieren, dass es jeden Menschen treffen kann. Zu jeder Zeit. An jedem Ort.“



Go Ahead-Unternehmensberater: Die Arbeit der
Hannelore-Kohl-Stiftung sollte gestrafft werden!


Ergebnisse einer „Pro-Bono“-Studie der Unternehmungsberatergruppe
„Go Ahead“ und der „Welt am Sonntag“, NRW


Die ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung sollte nach Auffassung der Unternehmerberatergruppe „Go Ahead“ in den nächsten Jahren ihr Leistungsangebot straffen und zukünftig weit stärker als bisher auf die Tätigkeitsbereiche „Hilfe“ und „Prävention“ setzen. Mittelfristig könne durch derartige Aktivitäten auch das jährliche Spendenaufkommen von bisher zwei Millionen Euro deutlich erhöht werden. Die Unternehmensberater erstellten die Studie im Rahmen eines Projektes mit der „Welt am Sonntag“ kostenlos.

Auf einer Pressekonferenz der Hannelore-Kohl-Stiftung am 1. Februar in Bonn, bei der u.a. eine im Herbst 2005 fertiggestellte Studie der Unternehmensberater vorgestellt wurde, erklärte dazu Dr. Klaus Neuhäuser von der Düsseldorfer S-M-M-Managementberatung gemeinsam mit Dr. Urban Schmalbrock, Compartner Düsseldorf: „Anders als in den Gründungsjahren der Stiftung ist heute die Versorgung mit Reha-Plätzen nicht mehr knapp. Prävention sowie persönliche und individuelle Hilfe für Betroffene und deren Angehörige hingegen werden eine immer größer werdende Bedeutung erlangen.“

Die gezielte Aufklärung über mögliche Unfallgefahren und das Aufzeigen von Schutz- und Präventionsmaßnahmen könne die Zahl der Unfälle mit Schäden am Zentralen Nervensystem (ZNS) erheblich reduzieren. Da durch Krankheit oder Unfall prinzipiell jeder ein ZNS-Betroffener werden könne, sei grundsätzlich die gesamte Bevölkerung anzusprechen.

Neuhäuser: „Wir empfehlen aber, mehr als bisher zielgruppengenaue Präventionskampagnen durchzuführen, die sich beispielsweise an Risikogruppen wie Radfahrer, Skateboardfahrer, Wintersportler, Motorradfahrer, Reiter wenden. Vor allem Kinder müssen frühzeitig auf potenzielle Gefahrenquellen aufmerksam gemacht werden, so dass sich auch eine intensivere Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten empfiehlt.“

Um das Angebot der individuellen und personenbezogenen Hilfe bekannter zu machen, empfiehlt die Go-Ahead-Studie, die kommunikative Präsenz in medizinischen Einrichtungen, bei Ärzten, Forschern und beim Pflegepersonal, erheblich auszubauen. „Diese Multiplikatoren sind für eine effektive Arbeit der Stiftung unverzichtbar.“

Neuhäuser: „Gefördert werden sollten im Rahmen der ZNS-Forschungsförderung insgesamt auch Arbeiten zur Erforschung, Entwicklung und Erprobung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der neurologischen, neurochirurgischen und neuropsychologischen Rehabilitation und der Unfallprävention.“

„Ausbaufähig“, so die Studie, seien auch Marketing und allgemeine Kommunikation. Neuhäuser: „Insbesondere darf die Bedeutung des Internet-Auftrittes nicht unterschätzt werden. Wir empfehlen, diese mediale Kommunikationsform künftig weitaus stärker als bisher zu nutzen.“


Bonn/Düsseldorf, 1. Februar 2006

Medienkontakt
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Frau Helga Lüngen
Rochusstraße 24
Tel. 0228 - 978 45 30



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