ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

22.08.2006
ZNS Großplakatkampagne 2006

Gavin zurück ins Leben



Der Junge auf dem Plakat schaut mit leerem Blick in die Kamera. Es ist Gavin, 17 Jahre, aus Bottrop. Gavin wurde durch einen Verkehrsunfall schädelhirnverletzt. Sein Schicksal steht stellvertretend für 270.000 Unfallopfer, davon sind 77.000 Kinder und Jugendliche, die in jedem Jahr eine solche Verletzung erleiden.

Es geschah am 12. Mai 2002 - ein sonniges Frühlingswochenende, das Gavin (damals 12) mit seinen Eltern auf einem Campingplatz in Stukenbrock/Ostwestfalen verbrachte. Gavin war mit dem Fahrrad auf dem Weg in den nahen Safaripark. Was dann passierte ist wohl der Alptraum aller Eltern: Gavin wird frontal von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert und prallt mit dem Kopf auf den Asphalt. In wenigen Minuten nur sind die Rettungskräfte vor Ort. Ein Hubschrauber bringt Gavin sofort in die Unfallklinik. Es steht schlimm um ihn, Schädelhirntrauma 4. Grades. Kaum mehr einer hat Hoffnung, die Ärzte geben ihm nur noch wenige Stunden zu leben. Verzweifelt versuchen sie alles, um Gavins Leben schließlich mit einer riskanten Operation zu retten. Seine Schädeldecke wird entfernt, um der Schwellung des Gehirns entgegenzuwirken. Mit Erfolg: Sie können Gavins Leben retten, doch große Teile des Gehirns sind unwiederbringlich zerstört. Die Ärzte machen Gavins Eltern wenig Hoffnung, sie zeichnen das Bild eines Schwerstbehinderten, eines Jungen, der nie wieder laufen wird, der nie wieder lachen wird, der nie ein normales Leben führen wird. Gavin, der begeisterte Karatekämpfer und Computerfreak, wird zeit seines Lebens ein Pflegefall bleiben, muss gefüttert und gewickelt werden. So die Prognose der Mediziner.

Heute, zahllose Operationen, Therapien und Reha-Maßnahmen später zeigt sich ein anderes Bild als das eines im Wachkoma dahin dämmernden Jungen. Gavin kann wieder laufen, kann selbstständig trinken, er erkennt seine Eltern wieder. Dies alles sind kleine Schritte auf dem Weg zurück ins Leben.

Die bisherigen Therapien und Rehabilitationen haben große Fortschritte bewirkt. Sicher ist aber, dass er nie wieder der fröhliche Junge sein wird, der er vor dem Unfall war. Wenn seine Mutter auf die vergangene Zeit zurückblickt, wenn sie an die schrecklichen Prognosen der Ärzte an diesem Tag im Mai 2002 denkt und heute die Fortschritte ihres Sohnes sieht, dann kann sie nur noch sagen: „Die Hoffnung stirbt zuletzt...“

Unter www.unfallakte.de - Stukenbrock finden Sie einen Fernsehbeitrag über Gavin aus September 2006.

Gavins Leben geht weiter

Gavins Leben und das seiner Familie endete nicht an jenem Tag in Mai 2002. Es ging weiter. Mit vielen Veränderungen. Aber es gibt Unterstützung. In unseren Angehörigenseminaren stehen wir betroffenen Eltern zur Seite. Wir helfen, wenn es um die Suche und geeigneter geht. Wir helfen, die zahllosen Fragen zu Pflege und Therapie zu beantworten. Wir helfen, wenn einfach nur eine „starke Schulter“ gebraucht wird.

Für Menschen mit einer Schädelhirnverletzung zählt jeder kleine Schritt zurück in ein alltägliches Leben. Schritte die wir mit unserem Hilfsangebot begleiten und fördern.


Auch Sie können WEITERHELFEN:

Menschen mit einer schweren Schädigung des Zentralen Nervensystems haben besondere Bedürfnisse. Trotz vieler Verbesserungen im medizinischen und therapeutischen Bereich ist die Versorgungslage schwierig, denn: Rehabilitation ist kostenintensiv. Gerade mal in 5 von 100 neurologischen Befunden folgt eine geeignete Nachbehandlung, die jedoch entscheidend für die weitere Zukunft des Verletzten ist.

Wir wollen da WEITERHELFEN, wo die medizinische Grundversorgung endet. Wir wollen WEITERHELFEN, wenn es darum geht, die Lebensqualität, die Versorgungsstandards, die wissenschaftliche Forschung sowie die Reha-Struktur für Menschen mit Schäden am Zentra-len Nervensystem zu verbessern.

Und Sie können uns WEITERHELFEN: Mit Ihrer Spende. Ob 25, 50 oder 100 Euro, jede Spende hilft Menschen mit einer Verletzung des Zentralen Nervensystems zurück in ein normales und alltägliches Leben.

Spenden Sie noch heute: Konto Nr. 3000 3800 bei der Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98




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