„Ein Helm hilft, bevor wir helfen müssen!“ lautet der Leitspruch, mit dem die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung alle alpinen Wintersportler zum Helmtragen auffordert. Mit ihrem Sicherheitsratgeber für Skifahrer und Snowboarder gibt die in Bonn ansässige Stiftung wertvolle Tipps zur Erhöhung der Sicherheit auf der Piste.
Mehr als 60.000 Deutsche verunglücken jährlich beim Wintersport. Die häufigsten Verletzungen treten an Armen und Beinen auf. Schwerwiegender jedoch sind mit über 10 Prozent die Verletzungen des Kopfes, bei Kindern liegt die Quote sogar bei 15 Prozent. „Durch eine
Schädelhirnverletzung kann die Kontrolle über wichtige Körperfunktionen wie Bewegung oder Reaktion verloren gehen“, erklärt Achim Ebert, Geschäftsführer der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, „körperliche Betätigungen finden dann erst einmal in der Reha-Klinik statt.“ Doch soweit muss es nicht kommen. Durch das Tragen eines Helms können bis zu 85 Prozent der schweren Kopfverletzungen verhindert werden. Skihelme haben zwei Funktionen: Die harte Außenschale verhindert, dass Stockspitzen, Skikanten oder auch Äste eindringen, der Innenschaum funktioniert wie ein Stoßdämpfer. „Wichtig ist, dass der Helm der EU-Norm EN1077 entspricht, richtig sitzt und unbeschädigt ist, so Ebert, denn dann bietet er optimalen Schutz. Auch in punkto Komfort und Design bleiben heute kaum noch Wünsche offen. Wer sich erst einmal an den Helm gewöhnen möchte, kann nach günstigen Angeboten Ausschau halten oder beim Skiverleih einen Helm ausleihen.
Die komplette Ausrüstung allein ist aber noch kein Garant für ein ungetrübtes Wintersportvergnügen, so Ebert. Genau wie im Straßenverkehr ist auch auf der Piste ein angepasstes und rücksichtsvolles Verhalten erforderlich, um die eigene Sicherheit und die der Anderen zu gewährleisten. Tipps hierzu und detaillierte Informationen zum Kopfschutz enthält der Sicherheitsratgeber der Stiftung. Er steht im Internet unter www.hannelore-kohl-stiftung.de zum download bereit oder kann kostenfrei telefonisch unter 02 28/9 78 45-0 bei der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung bestellt werden.
2.129 Zeichen / November 2006
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Von Bonn aus informiert die Stiftung über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten bei Verletzungen des Zentralen Nervensystems, unterstützt bei der Vermittlung von Rehabilitationsplätzen, fördert die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet und engagiert sich in ihrer Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 23,9 Mio Euro aus Spendenmitteln für 497 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Ein wichtiger Schritt, denn jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumata, die Hälfte von ihnen ist unter 25 Jahren alt. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.
Kontakt für Rückfragen:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Prävention / Frau Heike Müller
Rochusstraße 24
53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-0
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: h.mueller@hannelore-kohl-stiftung.de
zum herunterladen
Download
> Als RTF-Datei herunterladen