Bonn, 7. Mai 2008 - Seit Jahren wirbt die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung in der Öffentlichkeit für die Akzeptanz des Fahrradhelms. Das Motiv eines verunfallten Mädchens auf Großflächenplakaten setzte 2004 eine lebhafte Diskussion zum Thema Helm in Gang. „Selbst wenn das Bewusstsein für den Kopfschutz bei den meisten Radfahrern inzwischen vorhanden ist, so tragen doch nur etwa 6 % der Erwachsenen auch einen Helm. Das wiederum hat Auswirkungen auf das Verhalten der Kinder. Es erweckt den Eindruck, wer groß ist, brauche keinen Helm“, so der Geschäftsführer der Stiftung, Dr. Martin Schoser.
Wie wichtig jedoch der Helm ist und was Eltern von ihren Kindern lernen können, das zeigt „Helm auf“ - eine Aktion des Möbelhauses porta und der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat die Schirmherrschaft übernommen: „Es ist wichtig, dass Kinder möglichst frühzeitig lernen, sich umsichtig und sicher mit dem Fahrrad zu bewegen. Dazu gehört die theoretische und praktische Verkehrserziehung ebenso wie das Tragen von Schutzkleidung.“ Rund 15.000 Helme werden im Rahmen der deutschlandweiten Aktion an Grundschüler ausgegeben.
63 Grundschulen aus dem Bundesgebiet nahmen 2007 an der Aktion teil. In einer interaktiven Ausstellung lernen Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse richtiges Verhalten im Straßenverkehr, und sie erfahren Wissenswertes über den ‚Helm’ und das ‚verkehrssichere Rad’ - und damit können die Kinder dann auch ihren Eltern noch etwas beibringen.
In 2008 wird die Aktion erweitert um `Notfalls helfen Kinder’, den kindgerechten Umgang mit der Erstversorgung am Unfallort. „Kompetent Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, kann im Extremfall Leben retten und ist in jedem Fall Kern jeder Sozialkompetenz“, sagt auch Schirmherrin von der Leyen. Im Straßenverkehr sind Kinder vor allem dann gefährdet, wenn sie Rad fahren. Sie können Geschwindigkeit und Gefahren noch nicht richtig einschätzen und eine spontane Reaktion kann schnell zum Unfall führen. Gemeinsam wollen daher porta und ZNS - Hannelore Kohl Stiftung durch gezielte Aufklärung die Sicherheit der Kinder erhöhen.
Mehr Information zur Präventionsarbeit der Stiftung und zur Aktion „Helm auf“ gibt es unter www.hannelore-kohl-stiftung.de.
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Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. In diesem Jahr begeht sie ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen
Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 26,2 Mio Euro aus Spendenmitteln für 543 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.
Kontakt:
Heike Müller - Tel.: 0228/97845-70 - eMail: h.mueller@hannelore-kohl-stiftung.de
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