
v.l.n.r. Ute-Henriette Ohoven, Ulrich Lebrecht und Ilse Müller
Bonn - Mit einem Festakt zum 50. Gründungsjubiläum der Neurologischen Klinik für Jugendliche und junge Erwachsene in Vallendar wurde der Klinikneubau nun seiner Bestimmung übergeben. Der Neubau des Rehabilitationszentrums ist durch eine Brücke mit dem alten Klinikgebäude verbunden. Diese Verbindung zwischen den Gebäuden ist erforderlich, um das integrative und teilhabeorientierte Rehabilitationskonzept umzusetzen und so besser auf die individuellen Bedürfnisse der Rehabilitanden eingehen und medizinische und berufliche Maßnahmen leichter verbinden zu können. Diese Hannelore Kohl gewidmete Brücke zeigt symbolisch den Weg zurück ins Leben, von der Frührehabilitation hin zur schulischen und beruflichen
Rehabilitation, und damit der Teilhabe am Leben.
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung hat die Baumaßnahmen mit 120.000 Euro aus Spendengeldern unterstützt. Die BDH-Klinik Vallendar verbindet eine über Jahrzehnte gewachsene intensive Beziehung mit der von Hannelore Kohl gegründeten Stiftung, als Zeichen der überaus großen Wertschätzung, trägt die Brücke daher den Namen der Stiftungsgründerin.
Ute-Henriette Ohoven, Präsidentin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, eröffnet die Brücke mit den Worten: „Wir blicken zurück auf Jahre, die geprägt sind von Erfolgen zum Wohle der Verletzten mit
Schädelhirnverletzung. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die Betroffenen wieder eine Zukunftsperspektive erhalten. Von diesem Bestreben geleitet, konnten wir allein die BDH-Klinik in Vallendar in den vergangenen Jahren mit mehr als 736.000 Euro unterstützen. Ich freue mich deshalb außerordentlich, die Verbindungsbrücke zwischen den beiden Klinikgebäuden heute offiziell ihrer Bestimmung zu übergeben. Zu Ehren der Schirmherrin der BDH-Klinik Vallendar wird sie den Namen ‚Hannelore-Kohl-Brücke’ tragen.“
In Vallendar begann Hannelore Kohl in den siebziger Jahren ihr Engagement für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems. Damals waren Hirnverletzungen noch ein gesellschaftliches Tabu-Thema. Bereits 1971 übernahm Hannelore Kohl, als Gattin des damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, die Schirmherrschaft für die Klinik. Das Schicksal der Vallendarer Patienten machte ihr bewusst, welche große gesellschaftliche Aufgabe vor ihr lag. Sie betonte immer gern, dass ihre in Vallendar gesammelten Erfahrungen in Gesprächen mit Betroffenen, Angehörigen, Pflegern, Therapeuten und Ärzten 1983 zur Gründung der nach ihr benannten Stiftung und damit zur bundesweiten Ausdehnung ihres Engagements führten.
Medienkontakt
ZNS - Hannelore Kohl Stfitung: Helga Lüngen Tel. 0228/978450
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