ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

24.06.2010
Ein Helm hilft!

Radfahrer erleidet schweres Schädelhirntrauma bei Kollision mit dem Wagen des Präsidentschaftskandidaten Joachim Gauck

Bonn, 24. Juni 2010 - Aus aktuellem Anlass weist die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung auf die Notwendigkeit des Helmtragens beim Radfahren hin. „Wenn der Kopf auf die Straße oder eine Autoscheibe prallt, wirken kurzfristig große Kräfte auf Schädelknochen und Gehirn ein. Das Gehirn stößt von innen an den Schädel. Dort entsteht eine Blutung, Hirnzellen können absterben. Zusätzlich werden durch das Anschwellen des Gewebes Blutgefäße gequetscht, was dann wiederum zu einer Sauerstoffunterversorgung führt“, so Professor Dr. Volker Hömberg, Neurologe und Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Ärztlicher Direktor der St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch und Mitglied des Kuratoriums der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. „Das Gehirn ist das wichtigste und empfindlichste Organ unseres Körpers, das die Natur in einer harten Kapsel verpackt hat.“

Über 60 Prozent aller Radunfälle sind Kollisionen mit Autos. 30 Prozent aller verunglückten Radfahrer erleiden eine Schädelhirnverletzung. Ein Helm reduziert das Risiko: Laut einer Studie können 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen bei Radfahrern durch das Tragen eines Helms vermieden werden. „Der Helm fängt beim Sturz die Wucht des Aufpralls ab und kann damit schwere Kopfverletzungen verhindern“ so Helga Lüngen, stellv. Geschäftsführerin der ZNS-Hannelore Kohl Stiftung. „Das freiwillige Helmtragen für Radfahrer ist Ziel unserer Aufklärungsarbeit“, so Lüngen weiter. Die Stiftung will das Bewusstsein von Fahrradfahrern für gefährliche Situationen im Straßenverkehr schärfen.

Rat und Hilfe erhalten Unfallopfer und deren Angehörige im Beratungs- und Informationsdienst der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung.


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Kontakt für Rückfragen:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Helga Lüngen
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-0
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de


Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 27,5 Mio Euro aus Spendenmitteln für 575 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.

Spendenkonto 3000 3800 - Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98

Kluge Köpfe radeln mit Helm

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