Bonn, 2. August 2010 - Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite oder Verhaltensauffälligkeiten, anhaltende Probleme beim Schreiben und Lesen: All das können Begleitsymptome einer
Aphasie bei Kindern und Jugendlichen sein. Informationen zu Diagnostik und Therapie, aber auch Angebote für betroffene Eltern, Lehrer und Fachleute zeigt nun die neue Broschüre „Aphasie - Hilfen für Kinder mit Schädel-Hirn-Trauma und Aphasie in der Schule“ auf. Herausgeber sind der Bundesverband für die
Rehabilitation der Aphasiker und die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung.
Jährlich erleiden in Deutschland etwa 3.000 Kinder und Jugendliche eine Aphasie, eine erworbene Sprachbehinderung. In 80 Prozent aller Fälle ist sie die Folge eines Schädelhirntraumas, aber auch ein Schlaganfall, ein Tumor oder zum Beispiel eine Hirnhautentzündung können die Ursache sein. Gerade bei Kindern wird dieses Störungsbild als Folge eines solchen akuten Geschehens oft nicht erkannt, Lern- und Schulstress für die Kinder sind dann vorprogrammiert.
Die Schulsituation aphasischer Kinder und Jugendlicher nachhaltig zu verbessern, betroffenen Familien unterstützend zur Seite zu stehen sowie Lehrer und Erzieher für die Probleme zu sensibilisieren, ist das Ziel des Projektes „ Beschulung aphasischer Kinder“, das die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung ins Leben gerufen hat. Die Angebote für Betroffene Familien, Lehrer und Fachleute reichen von der persönlichen Telefonberatung und Unterstützung, Vermittlung erfahrener Therapeuten über Eltern-Kind-Seminare bis hin zu Fachvorträgen und Kongressen. Weitere Informationen halten die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung (c.freitag@hannelore-kohl-stiftung.de) und der Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V. (info@aphasiker.de) bereit.
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Kontakt für Rückfragen:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Helga Lüngen
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-0
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 27,5 Mio Euro aus Spendenmitteln für 575 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.
Spendenkonto 3000 3800 - Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98
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