Bonn, im Oktober 2010 - Zum Jahresende 2009 lebten nach Angaben des Statischen Bundesamtes 7,1 Mio schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Damit waren 8,7 Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland schwerbehindert.
Jährlich erleiden ca. 270.000 Menschen, darunter ca. 77.000 Kinder und Jugendliche eine
Schädelhirnverletzung durch Unfälle im Arbeitsleben, im Verkehr, im Haushalt und bei Sportund Spiel. Viele von ihnen leiden an langwierigen oder dauerhaften Folgen, da eine schwere Hirnverletzung die betroffenen Menschen in verschiedenen Bereichen körperlich, geistig wie auch seelisch beeinträchtigt, die meisten bleiben ihr Leben lang auf Pflege angewiesen.
Um Angehörigen, Betroffenen und allem am Thema Hirnverletzung und Schlaganfall Interessierten eine zentrale Anlaufstelle zu bieten, organisierten die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung und das hw-studio Weber mit der Fachzeitschrift „not“ und „beatmet leben“ den Marktpatz Gehirn, der in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnen konnte. In der Halle 3 versammelten sich rund 30 Aussteller um eine offene Forumsfläche, auf der an allen vier Messetagen ein umfassendes und attraktives Vortragsprogramm geboten wurde, mit dem Experten über Themen wie poststationäre, neurokognitive, mobile oder medizinisch-berufliche
Rehabilitation, Eingliederungshilfe etc. referierten. Therapien wie Klangmassage, tiergestützte Therapie, Spastiktherapie wurden von erfahrenen Therapeuten vorgestellt und konnten am Ort getestet werden.
Insbesondere Betroffene und Angehörige nutzten dieses Angebot des Marktplatzes Gehirn, um nicht nur neue Therapien und Hilfsmittel kennenzulernen, sondern dank der Unterstützung versierter Fachleute manche Problemlösung und Hilfestellung zu finden, die ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags helfen.
Die ZNS-Hannelore Kohl Stiftung informierte über das besondere Leistungsangebot, dass die Beratung Betroffener und deren Angehöriger, die Prävention von Unfällen, die Förderung gemeinnütziger Einrichtungen sowie der Forschung umfasst.
Kontakt für Rückfragen:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Helga Lüngen
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-30
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bisher konnten 27,5 Mio Euro aus Spendenmitteln für 575 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.
Spendenkonto 3000 3800 - Sparkasse KölnBonn - BLZ 370 501 98
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