ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem

26.04.2012
Schönes Wetter lockt Motorradfahrer: Jährlich über 5.000 Schädelhirnverletzte

Vorbereitung und defensives Fahren senkt Unfallrisiko / Spätfolgen von Stürzen werden unterschätzt

Bonn 26. April 2012. Die Motorradsaison läuft jetzt richtig an. Das verlängerte Wochenende zum Maibeginn verspricht schönes Wetter und steigende Temperaturen. Darauf haben viele Motorradfreunde in diesem Jahr gewartet, um endlich ihre Touren zu machen. Doch gerade auf den ersten Touren besteht ein erhöhtes Unfallrisiko wenn Mensch und Maschine noch nicht fit sind. Das Risiko verletzt oder getötet zu werden, ist für Biker im Vergleich zu Autofahrern um ein Vielfaches höher.

Jedes Jahr erleiden rund 5.400 Motorradfahrer eine Schädelhirnverletzung. Schädelhirnverletzungen können schwere Folgen haben, bis hin zu einer lebenslangen Pflegebedürftigkeit. Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung rät deshalb allen Bikern, die in den kommenden Tagen ihre ersten Fahrten planen, sich selbst und ihre Maschinen gut vorzubereiten und defensiv zu fahren. Alle Verkehrsteilnehmer, auch die Autofahrer, können durch rücksichtvolles Verhalten einen großen Beitrag leisten, um das Unfallrisiko zu reduzieren.

Die Spätfolgen von Kopfverletzungen werden oft unterschätzt. Hirnquetschungen, die durch einen Aufprall verursacht werden, können noch nach Stunden auftreten, selbst wenn ein Sturz vermeintlich glimpflich ablief. So kann ein Unfallopfer auch noch 24 Stunden später infolge einer Hirnblutung einen Schlaganfall oder eine Hirnquetschung erleiden. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Lähmungserscheinungen. Schließlich verliert der Betroffene das Bewusstsein. Wird nicht schnell genug reagiert, sind schwerste Hirnschädigungen oder sogar der Tod die Folge.

Tipps für sicheres Fahren:
  • Immer Helm und Schutzkleidung (Lederkombi) tragen.
  • Rücksicht nehmen und defensiv fahren.
  • Gut vorbereiten - Mensch und Maschine müssen fit sein.
  • Sicherheitstraining machen.
  • Erste-Hilfe-Kenntnisse durch einen Kurs auffrischen und üben
(2008 Zeichen)

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bis heute konnten rund 28 Mio. Euro aus Spendenmitteln für über 600 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Jedes Jahr erleiden rund 270.000 Menschen Schädelhirntraumen, knapp die Hälfte von ihnen ist jünger als 25 Jahre. Dank der medizinischen Fortschritte kann vielen von ihnen geholfen werden.

Pressekontakt:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Helga Lüngen, Geschäftsführerin
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-0
Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de
Web: www.hannelore-kohl-stiftung.de



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