Ernährung durch Infusionen über einen Venenzugang.
Parese
Teillähmung (vollständige Lähmung = Paralyse). Periphere (schlaffe) Parese durch Schädigung einzelner Nerven oder von Nervengeflechten. Zentrale (spastische) Parese durch Schädigung des Gehirns oder des Rückenmarks. Hemiparese (Halbseitenlähmung).
parietal
Das Scheitelgebiet / den Scheitellappen des Gehirns betreffend.
Pathologie
Gebiet der Medizin, das sich mit der Erforschung von Ursachen, Entstehung und Verlauf sowie den anatomischen und funktionellen Auswirkungen von Krankheitsprozessen beschäftigt.
PEG, perkutane endoskopische Gastrostomie
Ernährung durch eine dauernd direkt in den Magen eingeführte Sonde.
Behandlungs- und Rehabilitationsverfahren unter Anwendung physikalischer Faktoren: u.a. Elektro-, Hydro-, Bewegungs-, Balneo- und Klimatherapie.
Physiologie
Naturkunde, Wissenschaft von den normalen, auch den krankheitsbedingten Lebensvorgängen. Die Physiologie versucht mit physikalischen und chemischen Methoden möglichst auf molekularer Ebene die Reaktionen und die Abläufe von Lebensvorgängen bei den Organismen bzw. ihren Zellen, Geweben und Organen aufzuklären.
Physiotherapie
(Krankengymnastik)
Behandlung der unfallbedingten Störungen der bewußten und unbewußten Bewegungsfähigkeiten, vor allem der Rumpfkontrolle, der Willkürmotorik und der Gehfähigkeit, Abbau der erhöhten Muskelspannung, Spastik, Behandlung von Koordinationsstörungen, besondere Verfahren (z. B. nach Bobath, Voijta, PNF u. a.).
PLAG
Problemlösendes Alltagsgeschehen. Krankheitsbedingt sind die grundlegenden Abläufe wie Berühren, Umfassen, Bewegen, Loslassen durch die gestörte Wahrnehmung beeinträchtigt. Somit können die Probleme des Alltags nicht gelöst werden. Durch ,Führen' der Hände oder des Körpers während Alltagsaktivitäten kann das taktil-kinästhetische System und damit die Wahrnehmungsfähigkeit gebessert werden (auch taktil-kinästhetisches Konzept-"Affolter").
Plegie
Völliger Ausfall der motorischen Fähigkeiten.
Pleuradrainage
Dicker Plastikschlauch, der z.B. bei Lungenverletzungen zwischen Rippen und Lungenoberfläche vorgeschoben wird, um Luft und Blut aus diesem Bereich abzusaugen. Die Pleuradrainage endet in einem Behälter, der sich unterhalb des Patienten befindet (Fußboden oder am Bett aufgehängt) und oft an ein Unterdrucksystem angeschlossen ist.
Pneumonie
Lungenentzündung.
PNF, propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation
Krankengymnastische Behandlungsmethode.
Polyradiculitis
Entzündung der Nervenwurzeln.
Polytrauma
Mehrfachverletzungen von mindestens zwei Körperregionen oder Organsystemen, deren Schweregrad aufgrund einer gravierenden Einzelverletzung oder durch das Zusammenwirken mehrerer Schädigungen lebensbedrohlich ist. Häufigste Ursache sind Verkehrsunfälle. Es überwiegen Schädel- und Hirn-, Brust- und Bauchverletzungen. Ein Polytrauma erfordert sofortige intensivmedizinische Behandlung.
Positronenemissionstomographie
(PET)
Hier werden für den Menschen ungefährliche Strahlen ausgesandt und deren Ablenkung bzw. Aktivitätsverteilung mit Hilfe eines Computers gemessen. Die Änderung dieser Strahlung läßt Hinweise auf dessen Stoffwechsel des Gehirns zu. Es handelt sich um eine sehr aufwendige Untersuchung, welche zum jetzigen Zeitpunkt überwiegend in der Forschung eingesetzt wird.
Posttraumatische Epilepsie
Verletzungsbedingte Epilepsie, die auch noch Jahre nach der Hirnverletzung auftreten kann.
Prophylaxe
Vorsorge zur Verhütung von Krankheiten.
Psychiatrie
Lehre von den seelischen Erkrankungen.
Psychomotorik
Die Gesamtheit der willkürlich gesteuerten, bewußt erlebten und von psychischen Momenten geprägten Bewegungs- und Handlungsabläufe.
Psychopharmaka
Arzneimittel mit dämpfender oder anregender Wirkung auf die Hirnfunktion mit dadurch Änderungen des Befindens, Erlebens, Verhaltens vor allem bei psychischen Erkrankungen und Störungen. Nach ihrer Hauptwirkung sind zu unterscheiden u. a. Neuroleptika, Tranquilizer, Hypnotika, Antidepressiva. Bei unsachgemäßer Anwendung oder unzureichender Kontrolle sind unerwünschte Nebenwirkungen möglich.
Psychosomatik
Lehre von den Beziehungen zwischen Körper und Seele sowie seelisch-geistiger (Mit-)Ursachen von Erkrankungen.
Psychosyndrom
(auch hirnorg. Psychosyndrom)
Gesamtheit aller unfallbedingten intellektuellen, kognitiven und verhaltensmäßigen Störungen der Gehirnfunktion.
Psychotherapie
Behandlungsverfahren von durch den Patienten als krankhaft empfundenen Störungen im Bereich der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen oder der Körperfunktionen, sofern diese Störungen vom Patienten nicht willkürlich steuerbar sind. Die aktive Mitarbeit der erkrankten Person steht im Vordergrund.
Pulsoxymeter
Gerät zur Messung der Pulsfrequenz und des Sauerstoffgehaltes im Blut; gemessen wird mit Hilfe eines Finger- oder Stirnsensors.