"Wenn meine Schwester Tanja mich braucht, bin ich für Sie da."

"Ich heiße Maike. Als meine Schwester Tanja den Unfall hatte, war ich erst sieben Jahre alt. Tanja ist zwei Jahre älter. Sie war „die Große“, die schon mehr wusste und mehr konnte als ich. Mit dem Unfall hat sich das mit einem Schlag geändert …“

Maike (links) und die zwei Jahre ältere Tanja vor dem Unfall. Zwei kleine Mädchen, die sich wie alle Schwestern zanken, aber meist ein Herz und eine Seele sind.
Als Tanja den Unfall hatte, war Maike erst sieben Jahre alt. Tanja ist zwei Jahre älter. Sie war "die Große", die schon mehr wusste und konnte. Mit dem Unfall hat sich das mit einem Schlag geändert ...
Heute sehen sich die beiden Schwestern jedes zweite Wochenende.

Sachlich, aber auch sehr liebevoll erzählt die heute 20-jährige Maike vom Unfall ihrer Schwester. Maike war damals sieben, Tanja neun Jahre alt. Auf dem Weg zum Basketballspielen wird Tanja von einem Bus erfasst und erleidet ein schweres Schädelhirntrauma. Es folgen viele Wochen in der Klinik und ein langer Aufenthalt in einer Reha-Einrichtung. Fast 1,5 Jahre sind die Schwestern getrennt, bis Tanja wieder nach Hause darf. Doch das kleine Mädchen muss mit Einschränkungen leben. Ihr rechter Arm und ihr rechtes Bein wollen ihr nicht mehr gehorchen. Auch das rechte Auge ist in Mitleidenschaft gezogen. Eine schwierige Situation für die Schwestern, die früher oft gemeinsam mit den Nachbarskindern herumgetobt haben. Maike muss oft Rücksicht nehmen. Gemeinsam Tennisspielen oder Skifahren ist in der aktiven Familie nun nicht mehr möglich. Aber Maike ist auch stolz auf ihre Schwester, die sich mit aller Kraft Tag für Tag ins Leben zurückkämpft. Heute, als junge Frau, lebt Tanja in einer betreuten Wohngemeinschaft. Dort bekommt sie die nötige Hilfe im Alltag und beteiligt sich begeistert am künstlerischen Angebot der Behinderten-Werkstatt.

Wenn ein Kind verunglückt, braucht die ganze Familie Unterstützung - auch die Geschwister!

In unserem aktuellen Spendenflyer, den Sie hier als pdf anschauen können, lassen wir die heute erwachsene Maike zu Wort kommen. Erfreulicherweise ist es ihr erstaunlich gut gelungen, selbstbewusst ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen – obwohl sie schon so früh die Rolle einer Beschützerin mit übernommen hat. Dies gelingt nicht allen Geschwistern so reibungslos. Viele fühlen sich schuldig, wollen helfen und äußern kaum noch eigene Bedürfnisse. Im schlimmsten Fall überfordern sich die Kinder komplett und entwickeln schwere psychische Störungen.

In unseren Familienseminaren widmen wir uns deshalb auch den Geschwistern schädelhirnverletzter Kinder intensiv. Während eines langen Wochenendes können sie sich mit der Familie einmal ganz frei von jeder Verantwortung fühlen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende. Vielen Dank!

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