Auch Stefan Lenger gehört dazu. Der junge Mann verunglückte vor zwölf Jahren schwer. Dennoch hatte der schädelhirnverletzte Junge großes Glück: Akutversorgung im Krankenhaus, engagierte Therapeuten in der Reha, ein unbändiger Lebenswille und eine liebevolle Mutter. Stefan konnte wieder zur Schule gehen und machte sogar eine Lehre als Veranstaltungstechniker - sein Traumberuf!
Vom Traumberuf zum Albtraumjob
Doch dann wird sein Traumberuf zum Albtraumjob: Hektik, Musik in Endlautstärke, unzählige Menschen, die sofort alles wissen und erledigt haben wollen: Stefan fühlt sich schnell überfordert, kann nicht mehr schlafen ...
„Natürlich ist Stefan überfordert“, sagt Carsten Freitag von der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. „Auch wenn er wieder vieles kann: Sein Gehirn ist verletzt. Man hätte ihm zu einer anderen Ausbildung raten müssen!“
Eine Schulter zum Anlehnen
Tag für Tag rufen Menschen wie Stefan, verzweifelte Mütter oder besorgte Angehörige auf dem Beratungs- und Sorgentelefon der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung an. „Für viele sind wir wie ein Rettungsanker in stürmischer See. Bestimmungen, Anträge und Absagen - für verzweifelte Anrufer sind wir oft die letzte Hoffnung.“Im vergangenen Jahr waren es fast 750 Hilferufe, die wir gehört und beantwortet haben. Hilferufe, die von Menschen erzählen, von Schicksalsschlägen, großer Not - aber auch großer Hoffnung auf Hilfe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Beratungs- und Sorgentelefons hören zu - oft viele Stunden lang, recherchieren und stellen einen ganz individuellen Hilfeplan zusammen. Jetzt werden wir diesen Dienst mit einem Neuropsychologen ausbauen, der junge Menschen wie Stefan frühzeitig beraten wird.
Trost und Hilfe für verzweifelte Menschen
Denn ein Neuropsychologe weiß, dass eine
Schädelhirnverletzung die Fähigkeiten und die Persönlichkeit eines Menschen völlig verändern kann. Er schaut hin, hört hin und hilft, die richtige Schule zu finden, die optimale Reha oder den passenden Traumberuf. Und er wird wie alle anderen Mitarbeiter für schädelhirnverletzte Menschen und ihre Angehörigen eine Schulter zum Anlehnen sein.
2010 Das haben wir dank Ihrer Spende erreicht:
Alina hat Kranksein satt, so richtig satt! Die Zehnjährige will endlich nach Hause! Dank Ihrer Spende kann Alina jetzt in der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch besser laufen lernen und ihr Gleichgewicht trainieren - und vielleicht bald nach Hause.
Vielen Dank!
Menschen im
Wachkoma nehmen ihre Umwelt fast ausschließlich über ihren Körper wahr. Um ihnen zu helfen, wurde eine spezielle Therapie zu Pferd entwickelt - mit Erfolgen, die mit Hilfe anderer Therapien nicht möglich waren. Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung unterstützte den „Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten“ in Hilden mit Ihren Spenden.
Danke, dass das möglich war!
Hilfe mit Herz
Jede Schädelhirnverletzung verändert Fähigkeiten und Persönlichkeit der Betroffenen. Daher brauchen sie Menschen, die das erkennen und gemeinsam mit den Patienten und Angehörigen maßgeschneiderte Therapiepläne entwickeln. Es braucht mitfühlende Therapeuten, die helfen mit Neuem und Unbekanntem klarzukommen. Die Mitarbeiter des Beratungs- und Sorgentelefons der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung helfen dabei: konkret, kompetent und mit Herz.
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