Eva Lind

Botschafterin für Musiktherapieprojekte

In der Opernwelt ist Eva Lind seit vielen Jahren gefeierte Sopranistin. Bereits mit 19 Jahren gab sie an der Wiener Staatsoper ihr Debüt. Im Anschluss folgte eine steile Karriere mit Auftritten auf den Bühnen der internationalen Opern- und Konzerthäuser, auch gemeinsame mit Stars wie José Carreras oder Placido Domingo.

Durch ihren familiären Hintergrund ist Eva Lind dem Tätigkeitsschwerpunkt der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung stark verbunden. Ihre Mutter leitete viele Jahre eine Schule für geistig behinderte Kinder, so lernte sie schon von Kindesbeinen an, einen natürlichen Umgang mit Behinderungen zu pflegen.

Seit vielen Jahren unterstützt Eva Lind die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung. Im Juli 2011 wurde sie zur „Botschafterin für Musiktherapieprojekte“ ernannt. Soweit es ihr eng gefüllter Terminkalender zulässt, nutzt Eva Lind immer wieder die Gelegenheit, sich in den von der Stiftung geförderten Einrichtungen über Musiktherapie zu informieren und den direkten Kontakt zu schädelhirnverletzten Menschen zu pflegen.

Beim festlichen Benefizkonzert zum 30-jährigen Gründungsjubiläum der Stiftung im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz war Eva Lind im Mai 2013 umjubelter Stargast des Abends. Mit dem Erlös des Abends konnten drei Seminare für hirnverletzte Menschen in Mainz und Edenkoben finanziert werden.
Eva Lind bei der Übergabe einer Klangliege an eine Therapieeinrichtung für Wachkomapatienten.
2011 wurde Eva Lind anlässlich des Gedenkkonzertes zum 10-jährigen Todestag von Hannelore Kohl zur „Botschafterin für Musiktherapieprojekte“ der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung ernannt.

Interview zum Engagement für die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

Ob in Europa, Asien oder den USA - als international bekannte Sopranistin kann das Publikum Sie auf den Bühnen der Welt erleben. Worin liegt für Sie die Faszination am Gesang?

Musik ist eine Botschaft, die Menschen in aller Welt verbindet. Für mich ist es immer wieder beeindruckend zu erleben, wie sehr sich die Zuhörer von den Klängen der Oper begeistern lassen. Das ist in meiner Heimat Österreich genauso, wie auf den großen Bühnen in Deutschland, Amerika oder in China.

Am Herzen liegt Ihnen auch das soziale Engagement für die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung.

Das stimmt. Ich unterstützte bereits seit langem die Arbeit der Stiftung für Menschen, die eine unfallbedingte Schädelhirnverletzung erlitten haben. Ute-Henriette Ohoven, Ehrenpräsidentin der Stiftung, bat mich 2011, dieses Engagement weiter fortzusetzen. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Es ist eine ganz außergewöhnliche Ehre und Verantwortung zugleich, an der von Hannelore Kohl begonnenen Arbeit mitwirken zu dürfen.

Worin sehen Sie als Botschafterin für Musiktherapieprojekte Ihre Aufgabe?

Musik steht für positive Emotionen und Freude. Mir sind durch meine Arbeit in der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung Menschen begegnet, die das Gefühl und ihre Begeisterung für Musik trotz eines schweren Unfalls nicht verloren haben. So zum Beispiel der Belcanto-Tenor Mario Andretti und der Saxophonist Stefan Tiefenbacher. Beide Musiker sind von einer Schädelhirnverletzung betroffen. Ich bin mir sicher, dass die Musik vielen verletzten Menschen auf ihrem Weg zurück ins Leben hilft. Diesen Gedanken möchte ich fördern.

Kennen Sie ein Beispiel, an dem die positive Wirkung von Klängen auf Menschen mit einer Schädelhirnverletzung deutlich wird?

Aber sicher. Die Stiftung fördert zu Beispiel die Ausstattung von Therapieeinrichtungen für Wachkomapatienten mit einer Klangliege. Sie dient der Entspannung und hilft dabei, die teils schweren Spastiken der hirnverletzten Menschen zu lösen. Die gemeinsame Wirkung von Klängen und Resonanz hat sichtlich positive Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten. Davon konnte ich mich selbst vor Ort überzeugen. Mit meinen Engagement als Stiftungsbotschafterin möchte ich solche Hilfeprojekte in Zukunft verstärkt unterstützen.