Hirnverletzungen können jeden, jederzeit und überall treffen. Unser Gehirn ist unersetzlich. Eine Hirnverletzung bedroht den Kern unserer Persönlichkeit und unsere Existenz. Nur zu leicht werden Spätfolgen unterschätzt - besonders wenn die Verletzungen nicht sichtbar sind.
Eine Hirnverletzung kann den bisherigen Lebensplan abrupt verändern. Schock und Orientierungslosigkeit der Betroffenen führen zu Hilflosigkeit und Überforderung. In einer solchen Krise steht die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung den Opfern und Angehörigen zur Seite. Wir fangen auf, wir helfen, einen Weg aus der Verzweiflung zu suchen und neue Perspektiven zu finden.
Seit ihrer Gründung 1983 hat die Stiftung mehr als 575
Projekte mit rund 27 Millionen Euro gefördert und vielen Tausend Menschen mit Rat und Hilfe Beistand geleistet. Eine Übersicht der geförderten Maßnahmen finden Sie in der
Projektdatenbank.
Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung konzentriert sich auf fünf Handlungsfelder:
- Beratung Betroffener bzw. ihrer Familien - durch Information über therapeutische Möglichkeiten, Vermittlung von wohnortnahen Reha-Plätzen sowie sozialrechtliche Auskünfte
- Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen - durch die Ausstattung von Therapieplätzen, die Bereitstellung von medizinischen Geräten, Hilfsmitteln etc.
- „Sprachrohr“ für Betroffene und ihre Familien in der Gesellschaft - zum Beispiel durch Federführung in der bundesweit tätigen Arbeitsgemeinschaft Teilhabe und entsprechende Öffentlichkeitsarbeit
- Forschungsförderung - auf dem Gebiet der Neurowissenschaften, z.B. durch die Vergabe des Hannelore Kohl Förderpreises für Nachwuchswissenschaftler
- Prävention von Unfallfolgen - durch gezielte Aufklärungsarbeit über Unfallursachen und -risiken
In den nächsten Jahren ist eine der Hauptaufgaben, gemeinsam mit Partnern Konzepte für die Versorgung zu erarbeiten, die ergänzend zu den bisherigen Systemen zum Wohle der Betroffenen umgesetzt werden können. Dazu gehört insbesondere die Vernetzung der einzelnen Organisationen, mit dem Ziel, Wissen zu bündeln, gemeinsam neue Ansätze in die politischen Entscheidungswege einzubringen und die Möglichkeiten für die Betroffenen zu erweitern.