Pressemitteilung

Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung fördert Schluckambulanz der GFO Kliniken Troisdorf mit rund 17.500 Euro

Dipl.-Heilpäd. Ulrich Birkmann / © GFO Kliniken Troisdorf

Portables Schluck-Endoskop erweitert jetzt Diagnosemöglichkeiten vor Ort

Dank der großzügigen Förderung durch die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung kann die Schluckambulanz der GFO Kliniken Troisdorf ein hochmodernes portables Schluck-Endoskop anschaffen. Damit hat die Schluckambulanz am Standort Sankt Johannes jetzt die Möglichkeit, Patienten vor Ort im vertrauten Umfeld auf Fehlfunktionen der schluckrelevanten Muskeln hin zu untersuchen. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden individuelle Therapiepläne erarbeitet. Die bereits seit 2010 bestehende Schluckambulanz steht unter der medizinischen Leitung von Prof. Dr. Sebastian Paus, Chefarzt Neurologie. Die therapeutische Leitung verantwortet der Diplom-Heilpädagoge Ulrich Birkmann.

Mit seinem im letzten Jahr bei der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung gestellten Förderantrag für ein portables Schluck-Endoskop konnte Ulrich Brinkmann das Gutachtergremium der Bonner Hilfsorganisation überzeugen. „Ich freue mich sehr für unsere Patient:innen, dass uns jetzt dieses portable Hightech-Gerät zur Diagnose von Schluckstörungen zur Verfügung steht. So können wir unsere Patient:innen, die meist hochgradig pflegebedürftig und nur bedingt transportfähig sind, vor Ort untersuchen,“ sagt Birkmann.

Untersuchung mit Schluckendoskop kann Leben retten

Schluckstörungen sind ein häufiges Problem bei Unfall bedingten Verletzung des Gehirns, bei Schlaganfällen und bei vielen anderen neurologischen Erkrankungen. Gefährlich wird es für Patient:innen, wenn Flüssigkeiten oder Nahrung in die Atemwege gelangen ohne das adäquate Abwehrmechanismen wie zum Beispiel das Husten erfolgen. Daraus kann sich eine lebensbedrohliche Lungenentzündung entwickeln.

Um dies zu vermeiden, werden zum Beispiel Wachkoma-Patienten stets auf Schluckstörungen hin untersucht. Mit dem jetzt zur Verfügung stehenden FEES-Endoskop mit Computer-Tablet ist dies nun auch außerhalb der Klinik auf höchstem Niveau möglich. Bei der fiberendoskopischen Evaluation des Schluckaktes (FEES) wird ein flexibles Endoskop durch den Nasengang in den Rachen geschoben. Aus dieser Position heraus können die Untersuchenden feststellen, ob ein zu kontrastzwecken mit Lebensmittelfarbe eingefärbter Wasserschluck oder speziell angefärbte Nahrung in die Luftwege gelangen oder Reste im Hals verbleiben.

Auf den diagnostischen Ergebnissen der Untersuchung aufbauend wird dann eine speziell auf den Patienten ausgerichtete Schlucktherapie durchgeführt. Gestörte oder verloren gegangene Fähigkeiten können durch ein individuell angepasstes Übungsprogramm wieder hergestellt und Schluckstörungen zum Beispiel durch Haltungsänderungen oder Hilfsmittel kompensiert werden. “Neben der rein medizinischen Komponente hat das Schlucktraining für die Betroffenen aber auch in vielen Fällen noch eine nicht zu unterschätzende Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität zur Folge. Sie müssen nicht mehr über eine Sonde ernährt werden, sondern können Speisen und Getränke wieder richtig genießen“, erläutert Birkmann.

„Wir möchten uns ausdrücklich bei der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung für ihr Engagement zur Finanzierung des portablen Schluck-Endoskops bedanken. Damit werden uns im gesamten Rhein-Sieg-Kreis Diagnose- und darauf aufbauend Therapiemöglichkeiten erschlossen, die es bisher so nicht gab. Ein herzliches Dankeschön geht auch nochmals an Herrn Birkmann. Er hat mit seinem Engagement entscheidend dazu beigetragen, dass wir jetzt über das hochmoderne portable Diagnosegerät verfügen können“, so unisono Jan-Philipp Kasch, Regionaldirektor GFO Kliniken Troisdorf und Prof. Sebastian Paus.

Quelle und Foto: GFO Kliniken Troisdorf, Betriebsstätte St. Josef Troisdorf